ear
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13.06.2007, 08:23 / 1 x geändert
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Ginkgo
Der Ginkgobaum in meinem Garten
Biegt seitwaerts sich zum Himmelszelt,
Bedraengt von Walnuss und Holunder,
Sucht er die Luecke sich ans Licht.
Ein jedes Blatt vollendet schoen,
Als sei’s zum Schmuckstueck auserkor’n,
Symbol der Heimat--, Goethes Baum,
Ein sattes Gruen mit dunklem Schatten.
Gedaechtnisluecken sollt er fuellen,
Sein Tee lockt aromatisch,stark,
Nur Blaetter zeugend, keine Fruechte-
Wohltuend, Schatten spendend,-- still.

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Schreibtisch
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Hi ear,
sanft und beruhigend wirken Deine Zeilen auf mich.
Ich sehe Baum, Bäume und Himmel. Zwischen so vitalen Gewächsen
wie Walnuss und Holunder hat der Ginko es wohl nicht leicht sich zu behaupten.
Dass er Deine besondere Aufmerksamkeit als Repräsentant der Heimat genießt, wird ihm gut tun. Die frischen Blätter als Tee aufgießen? Das wusste ich noch nicht. Werde es ausprobieren.
Liebe Grüße, Schreibtisch, das --still.- überträgt sich durch den ruhigen Fluß der Zeilen und tut auch mir wohl und gut.

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Jolante
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13.06.2007, 11:43 / 5 x geändert
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Liebe ear,
Dir ist ein feines Gedicht gelungen, dessen Form mir ebenso gut gefällt wie der Inhalt. Du hast dem Ginkgo, der nicht nur Symbol für Stärke und Hoffnung ist, sondern auch für langes Leben, Freundschaft, Anpassungsfähigkeit und Unbesiegbarkeit (ist längst noch nicht alles), deine ganz persönliche Huldigung dargebracht. Der Ginkgobaum in deinem Garten regte deine Fantasie an und du nennst ihn in Anlehnung an Goethes Ginkgo-Gedichte und in Verbundenheit mit deinen eigenen Wurzeln "Symbol der Heimat- , Goethes Baum". Um seine Heilkräfte ranken sich Legenden und nach der Lektüre deines Gedichts habe ich Lust auf einen "starken, aromatischen Tee" aus Ginkgo-Blättern bekommen.
Hinweis am Rande: Ich habe Goethes "Gingo Biloba" in den Faden "fine poems collection" eingestellt.
Es grüßt Jolante

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zuppanova
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13.06.2007, 15:46 / 2 x geändert
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der nächstgelegenste (sic!) mir persönlich bekannte Ginkgo
steht im autbeck (niederbayern), und er ist noch ein kind,
sieben oder acht jahre, also man kann ihm auf keinen fall
blätter zum teekochen nehmen.
bittschön: würd jemand mir 1 tässchen spendieren?
zum probieren?
lg, zuppa.
danke auch, Jolante, für den Goethe-Ginkgo im poemsfaden.
gute idee.

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ear²
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14.06.2007, 10:00 / 2 x geändert
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Liebe Schreibtisch, Jolante und zuppa, vielen Dank fuer eure Beitraege. Mein Ginkgo ist nur 24 Jahre alt, deshalb weiss ich noch nicht, ob er maennlich oder weiblich ist.
Die Samen, als “White Nuts” bekannt in Chinesischer Esskultur, welche nach Mandeln schmecken, gibt es wie Ginkgo-Tee und andere Ginkgo-Produkte im Reformhaus oder grossen Supermaekten. Ich habe ein Buch ueber die vielseitigen, heilenden Kraefte des Ginkgo (aphrodisiac to Alzheimer’s), aber es ist ratsam, einen Arzt vorher zu konsultieren, wegen eventueller Nebenwirkungen.
Der Herbst beschert einen Segen an goldgelben Blaettern.
Ginkgos ueberlebten Hiroshima, ich bin ueberzeugt, dass auch mein seitlich gebogener Ginkgo sich schliesslich durchsetzen wird gegen Walnus und Holunder, obwohl beides sehr ausladende,alte Baeume sind.
Sehr interessant ist uebrigens auch ein Besuch im Weimarer Ginkgo-Museum.
Danke , Jolante, fuer das 'Ginkgo Biloba' Gedicht Goethes und fuer deine persoenliche Bemerkung zu Goethes Gedicht, augustine.

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