Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag · Gretchen Darloni · Klassiker

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     Gretchen Darloni



Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag

   19.12.2014, 15:03 / 1 x geändert



an Ernst Jandl

will dir Schwalbe ausschneiden:
blaues BUNTPAPIER
himmelblau wie dein Herz
das ich entbehre



Morgen wird die am 20. Dezember 1924 in Wien geborene Schriftstellerin 90 Jahre alt.
Im Vorfeld des Geburtstages formuliert sie in einem -> Interview (klickit):

"Ein Alpengenuss ist dieses Schreiben, und damit basta!, sage ich, aber das Fragen geht weiter, nein, Ideen habe ich keine beim Schreiben, sage ich, du musst etwas wagen wenn du arbeitest, sage ich, du musst etwas einsetzen, nämlich dein Leben, deine Gesundheit, du musst tollkühn vergehen, ich glaube tollwütig, sage ich, auf niemand Rücksicht nehmen, am allerwenigsten auf dich selbst, alle Regeln des guten Geschmacks außer acht lassen, ja: verächtlich machen, alle Begrenzungen überschreiten."

 

     Gast14



F. Mayröcker 90 - G. Meier 91

   20.12.2014, 17:17 / 1 x geändert



Diesem hier so hochverehrten Geburtstags"kind", dieser nicht nur "tollkühn",
sondern, sie glaubt (!), noch besser "tollwütig" schreibenden alten Dame möchte ich den
Schriftsteller Gerhard Meier gegenüberstellen, der immerhin sogar 91 Jahre alt wurde
und die oben zitierten Anweisungen zum Schreiben bewusst NICHT befolgte
- ganz im Gegenteil ! -
und der gerade deshalb als WIRKLICH EINZIGARTIG auffällt im langweilenden Heer
der rücksichtslosesten Narzissten und ewigen Grenzüberschreiter,
die nicht wahrhaben wollen, dass schon längst alle Grenzen überrannt und
vom öden Ozean "künstlerischer" Willkür überschwemmt sind.

http://www.deutschlandfunk.de/entzaubern...rticle_id=83657
http://www.bibliomedia.ch/de/autoren/Meier_Gerhard/348.html

*******

 

     Gretchen Darloni²



Hm -

   24.12.2014, 00:49



Heiala *******,
mit deinem (empörten?) Beitrag weiß ich nicht wirklich viel anzufangen, verstehe nicht, worum es dir eigentlich geht. --- Das Feld literarischen Sprechens ist doch weit und breit und groß und wird auf vielerlei Weise mit unterschiedlichstem poetologischen Rüstzeug beackert. So what?

Ist Mayröcker wertlos und nicht "WIRKLICH EINZIGARTIG", weil sie nicht (wie) Meier ist? Sonderbar verzwirbelte Argumentation, die WAS bedeutet und beweist? Nichts; nichts, außer dass du, *******, was die Rezeption von Texten betrifft, gewisse, wohl auf Geschmacksurteilen beruhende und ansonsten nicht weiter untermauerte persönliche Vorlieben hast; die dir natürlich, wie anderen Lesenden auch, ungeachtet aller in einzelnen Fällen womöglich feststellbaren klischeegläubigen Beschränktheiten und sonstigen Ressentiments jederzeit zugestanden und von Herzen vergönnt seien: Wat den eenen sin Uhl, is den annern sin Nachtigall, de een, de kickt ut Gitter rut, de anner hett een Rittergut ...
Gretchen-> Zum Krippelein

Dass etwa Mahlers Neunte so ganz anders tönt als das Regentropfen-Prélude von Chopin,
das ist ja weder für noch gegen die eine bzw. das andere ein Argument: froe weihnacht!




 

     Gast14



Hm -

   26.12.2014, 03:14



Hallo Gretchen
danke für deine Antwort mit den beiden wunderschönen Musikbeispielen - ! - ! -

Tatsache ist, "sage ich" Dir,
dasz ich auf FM allergisch reagier -
insbesondere auf die hochgejubelten Spätwerke
"sage ich"
"und damit basta!"
Jedenfalls "sage ich," löste das 1 ganz dringendes Bedürfnis aus,
auf 1 "ich glaube" ganz gegensätzlichen Dichter zu verweisen....

Das ist alles und Du brauchst "nicht wirklich viel anzufangen" damit !

Ich gebe ungern zu, dasz FM durch 1 M mit Mahler verwandt ist
und schicke Dir noch mehr Chopin, aber attention : spätestens
beim letzten Prélude fällt man vom samtweichen Canapé !
https://www.youtube.com/watch?v=7a4e_IyLZEY

*******

 

     Gretchen Darloni²



Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag

   05.01.2015, 18:08



Naja. Allergische Reaktion auf FM und
Basta. Das ist wie es ist, muss man
annehmen und gut sein lassen.
Einerseits.


Andererseits aber ...
... muss ich doch sagen: Mit der allergischen Reaktion ist nicht zu spaszen!

Sind lästig, oder, diese Allergien. Machen Verdruss und Mühe und wärn doch eigentlich gar nicht nötig, weil: So eine Allergie, das ist ja eine überschießende Abwehrreaktion auf normalerweise völlig harmlose Sachen; eine hausgemachte Dysbalance also, welche die Lebensqualität schmälert und, attention, sogar lebensbedrohlich werden kann: anaphylaktischer Schock - richtig gefährlich!

Und warum, WARUM reagiert man allergisch auf dies, auf jenes, warum geht das so überschießend ab? Oh, schwierig! Kann man nur spekulieren, Vermutungen anstellen, tasten, suchen ...

Warum reagiert jemand allergisch auf Friederike Mayröcker? Tja ...

... vielleicht, weil die (diese Mayröcker) sich (schreibend; sprechend; lebend) jenseits gewisser Erwartungshaltungen und Rezeptionsgewohnheiten bewegt?
Weil FM es wagt, ohne Rücksicht auf ästhetische Vorlieben oder auf den Verständnishorizont der LeserInnen konsequent ihrer eigenen Stimme zu folgen?
Weil sie also eine „Narzisstin“ ist?
Weil der poetologische Ansatz, den FM für sich formuliert, nicht begriffen, weil kein Zugang zum Wesen ihrer Sprache gefunden wird? (Gewiss, diese F. Mayröcker schreibt so gar nicht wunderschön, nein, ihren Texten fehlt es sehr an bewährtem Glitsch und Kitsch und an Klischees; das kann womöglich bei entsprechend konditionierten Konsumenten allergische Reaktionen auslösen: keine parfümierten Schleimspuren, auf denen man verträumt in marshmallow-weich ausgepolsterte Päonienromantik glibbert; keine blütenduft- und sommerluftgeschwängerte Schrebergartenhäuschenszenerie mit am Rasensaum wie Lichter funkeln wollenden und, reimgezwangt, nichtssagend sanft aus dem Dunkeln glühenden Plastikrosen; kein Weg, der idyllisierend oleanderbebuscht [weiß! nicht rot! - warum eigentlich?] vor sich hin mäandert, und zwar ZWEImal - und das hat dann auch echt was zu bedeuten, heidewitzka donnerwetter polkaüberschlag!)
Weil die vom Feuilleton so hochgejubelt wird, die FM?
Ach, hochgejubelt wird ja heutzutage unentwegt und allerorten, wie ich finde. Wer da immer gleich allergisch reagiert, kommt aus dem Schwellung-Rötung-Juckreiz-Modus gar nicht mehr heraus. Lieber cool bleiben, famos in Jenny Holzers Truisms stöbern (HUMOR IS A RELEASE) und bisschen celllllo-Musik hören, zum Runtertunen: Apocalyptica ;)
Gretchen grüßt -> zum Fusz


 

     Gast14



Die alten Rattenfängerinnen

   07.01.2015, 13:53 / 1 x geändert



Ja GretchenBärbelchenYeDrQueen etc. pi pi :
Ja du magst - leider - noch und nöcher verlinkte Zeilen
deiner unerschöpflich glibbernden Giftbrühe über mich
oder über dieses Gedicht herabglitschen lassen:
Ich finde dies Gedicht trotzdem WUNDERSCHÖN
und ich verwende dieses aussterbende Wort gerne
und absichtlich, auch wenn oder gerade weil es
auf deinem hämischen Index steht !
Die Form bzw. die Sprachmusik des Gedichts ist klassisch,
souverän gekonnt und passt quasi post-post-post-modern
durchaus zum Weimarer Gartenhaus !
Wenn Du das so verwerflich findest
und öffentlich verspotten musst,
dann verspotte ich ebenso gerne
gewisse zwanghaft immer gleich junge,
leider aber trotzdem zunehmend runzlige 68er-Gören,
die egomanisch in so blinder Selbstverliebtheit
befangen sind, dass sie jede angemessene Entwicklung,
jeden verändernden Reifungsprozess behindern und
sich als Sakrileg verbieten, um immerzu weiter dieselbe
schnoddrig-coole provozierende Sponti-Leier zu drehen,
die bei Teenies Nachhilfeunterricht in Grammatikverstümmelung
und bizarrer Rechtschreibung nehmen, um weiterhin
- Don Quijote lässt grüßen -
fleißig nirgendwo mehr vorhandene Grenzen zu sprengen !!!
Solche Produktionen laufen doch längst
allüberall auf inflationären Hochtouren :
Was ist daran heutzutage noch schockierend
oder staunenswert revolutionär ???
Das ist inzwischen globaler mainstream everywhere !
bis zum Überdruss abgedroschen ! gähnend leer !
immernoch und immer wieder allzu Bauchnabel-fixiert
und insofern ewig pubertär !!!
Das gestern von der Lyrikmail versandte
nur minimal = IN BLOCKSCHRIFT
veränderte Gedicht als Illustration :

DIE ALTEN RATTENFÄNGERINNEN

Juchheisa! WIR FÜHREN den Zug
Hopp über Feld und Graben.
Des alten Plunders ist genug,
Wir wollen neuen haben.

Was! wir gering? Ihr vornehm, reich?
Planierend schwirrt die Schere,
Seid Lumps wie wir, so sind wir gleich,
Hübsch breit wird die Misere!

Das alte Lied, das SPIEL´N WIR neu,
Da tanzen alle Leute,
DAS IST GLOBALER EINHEITSBREI !
O Herr, mach uns gescheute! –

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

 

     Jolante



Immer diese Ungewissheit

   08.01.2015, 12:41 / 1 x geändert



Mir scheint, es wird hier auf zwei Seiten einer Saite gespielt.
Auf welches Instrument sind sie gespannt und welche Spielerin hat es in der Hand ?, oh altes Lied!

Jolante grüßt einsaitig

 

     Bärbel Kokoff



Einschub gegen diese Ungewissheit

   08.01.2015, 22:02



Aber Jolante neenee also das Gretchen spielt garantiert nicht Cello und hat überhaupt den Schrank ja so voll mit Puppenkleidern für jeden nur denkbaren Anlass und braucht und will keinesfalls ein neues Kostüm, neenee - dieses Cello muss Irgendnochsojemand hier abgestellt haben wahrscheinlich ein Kunde warte mal ich glaube der - der - dieser unentwegt vor sich hin reimende Herr mit der dicken weißen Papierpäonie im Knopfloch schau - der da hinten grade manikürt wird ja der mit dem leicht verrutschten semmelblonden Schillerlockentoupet - ich glaube DER war das ja DER hat das Cello hier abgestellt der ist bestimmt Cellospieler und lässt sich deshalb seine Finger so wunderschön machen diese klassischen Streicher sind nämlich immer voll eitel mit ihren Händen ... na egal jetzt ich muss vom Acker hier bin mit dem wunderbaren Bernhard verabredet wer wollte einen wie ihn warten lassen!!!! ^^ ;) :) ! ;)

Greetsies Bärbel


@ ******* - Hui, dein Beitrag spricht Bände: über dich.

Was für ein kindisches Gemisch aus Imitation von Gediegenheit und Kompetenz, assoziativem Geraune, abstraktem Geplapper, willkürlichen Gewichtungen, torkelnden Emphasen und Brusttönen sowie kolportierten Kürzeln für komplexe bzw. in Wirklichkeit ganz anders beschaffene Sachverhalte.
Was tun angesichts solcher Wirrnis im Denken und Argumentieren? Man kann, will man nicht gänzlich verstummen, eigentlich nur in irgendeine schon vorbestimmte Richtung losjohlen oder böse werden.

Zitat:
Ja GretchenBärbelchenYeDrQueen etc. pi pi :
Ja du magst - leider - noch und nöcher verlinkte Zeilen
deiner unerschöpflich glibbernden Giftbrühe über mich
oder über dieses Gedicht herabglitschen lassen:
Ich finde dies Gedicht trotzdem WUNDERSCHÖN
und ich verwende dieses aussterbende Wort gerne
und absichtlich, auch wenn oder gerade weil es
auf deinem hämischen Index steht !
Die Form bzw. die Sprachmusik des Gedichts ist klassisch,
souverän gekonnt und passt quasi post-post-post-modern
durchaus zum Weimarer Gartenhaus !
Wenn Du das so verwerflich findest
und öffentlich verspotten musst,
dann verspotte ich ebenso gerne
gewisse zwanghaft immer gleich junge,
leider aber trotzdem zunehmend runzlige 68er-Gören,
die egomanisch in so blinder Selbstverliebtheit
befangen sind, dass sie jede angemessene Entwicklung,
jeden verändernden Reifungsprozess behindern und
sich als Sakrileg verbieten, um immerzu weiter dieselbe
schnoddrig-coole provozierende Sponti-Leier zu drehen,
die bei Teenies Nachhilfeunterricht in Grammatikverstümmelung
und bizarrer Rechtschreibung nehmen, um weiterhin
- Don Quijote lässt grüßen -
fleißig nirgendwo mehr vorhandene Grenzen zu sprengen !!!
Solche Produktionen laufen doch längst
allüberall auf inflationären Hochtouren :
Was ist daran heutzutage noch schockierend
oder staunenswert revolutionär ???
Das ist inzwischen globaler mainstream everywhere !
bis zum Überdruss abgedroschen ! gähnend leer !
immernoch und immer wieder allzu Bauchnabel-fixiert
und insofern ewig pubertär !!!
Das gestern von der Lyrikmail versandte
nur minimal = IN BLOCKSCHRIFT
veränderte Gedicht als Illustration :

DIE ALTEN RATTENFÄNGERINNEN

Juchheisa! WIR FÜHREN den Zug
Hopp über Feld und Graben.
Des alten Plunders ist genug,
Wir wollen neuen haben.

Was! wir gering? Ihr vornehm, reich?
Planierend schwirrt die Schere,
Seid Lumps wie wir, so sind wir gleich,
Hübsch breit wird die Misere!

Das alte Lied, das SPIEL´N WIR neu,
Da tanzen alle Leute,
DAS IST GLOBALER EINHEITSBREI !
O Herr, mach uns gescheute! –

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

O Herr, mach uns gescheute
Und unser liebes ******* auch!

 

     Jolante



Gewiss oder ungewiss?

   09.01.2015, 20:04



Hallo Bärbel Kokotte, äh, kokette Bärbel, oder doch Bärbel Kokoff, wie auch immer, es wär mir lieber gewesen, eine Puppe von Gretchen hätte das ******* hier salonfähig gemacht als irgendeinnochsojemand, der oder die sich erdreistet, den Stil von Gretchen zu klauen und mit manikürten Fingernägeln das ******* zu streiche(l)n. Da sollte irgendein/e/nochsojemand mal andere Saiten aufziehen. Du als Frisösin könntest ihm/ihr zum Beispiel die Schillerlocken entwirren, oder muss es verwirren heißen? Ein Rendez-vous mit Bernhard hätte ich auch gerne. Aber ich bin halt keine Puppe.

Verschnuppt grüßt Jolante

 

     Gast14



total ungewiss !

   09.01.2015, 20:56 / 3 x geändert



Guten Abend Jolante !
Jedenfalls ist es total ungewiss,
ob irgendjemand diese deine Zeilen liest :
Man muss doch jetzt Tagesschau glotzen !
jetzt wo´s E N D L I C H ! L I V E !! abgeht !!!
Das ist nämlich noch ein Tick spannender
als wenn nur Tatort-Schauspieler rumballern.....
Abgeknallt werden ja sowieso die andern,
wir können wie gewohnt im Sessel lehnen und knabbern....
Ich mag aber überhaupt keine so modernen Sachen,
ich mag nur alten Kitsch
( - jedenfalls vermutet das Frau Gretchen Darloni
und was die ForumsChefin sagt oder auch nur vermutet,
das stimmt und ist recht, sonst geht´s dir schlecht - )
und weil dieser Faden jetzt schon
auf dem passenden Niveau angekommen ist,
erzähl ich Dir hier gleich mein neustes Märchen, nämlich :

DAS MÄRCHEN VON DER BLONDEN SPINNE
Hinter 7 Galaxien, beschützt von 7 Zwergen
thront eine große blonde Spinne mit 7 Beinen,
mindestens 7 Köpfen und mindestens 7 Namen
mitten in ihrem Internetz, das ist gesponnen
aus giftigen glitschigen Wortkolonnen,
deren bizarre Grammatik und Rechtschreibung
das exklusive Vorrecht und maygeröckte Kennzeichen dieser Spinne ist
und ihre absolute künstlerische Freiheit und Modernität dokumentiert :
auf dieses ihr Image legt die Spinne nämlich allergrößten Wert.
Es herrscht meist Totenstille im Netz,
wochen - nein sogar monatelang,
denn niemand traut sich etwas zu sagen,
da die Spinne dann sofort lustig verpackte
giftige Worte von sich zu geben beliebt.
Nur ihre Diener, die Zwerge, dürfen manchmal kluge Zeilen hinzufügen,
auch zwei oder drei Assistentinnen sind geduldet, ansonsten wartet
die blonde Spinne gespannt auf harmlos herumfliegende Wesen,
die sich ahnungslos in den klebrigen Wörterfäden verfangen.
Falls so ein verirrtes Wesen es wagt, Worte von sich zu geben,
so wird deren Grammatik und Rechtschreibung genaustens überprüft .
Doch meist spart sich die Spinne diese Mühe,
meist werden die willkommenen Opfer sofort mit gieriger Lust
von den diversen Spinnenköpfen gebissen,
mit Links beschossen und unter viel Spinnenlachen und -schmatzen
genussvoll abgeschlachtet.
Deshalb hängen im Internetz dieser blonden Spinne
schon endlos lange Listen leerer Namenshülsen,
die alle im Lauf der Zeit abgeschlachtet und ausgelutscht wurden.
Vielleicht ist es einigen gelungen, sich nur scheintot zu stellen,
aber solch regungsloses Dasein-Fristen in Namenslisten
das ist doch kein Leben ! mitnichten !
darauf möchte man gern verzichten :
DESHALB FRAGE ICH : WANN WIRD MEIN ACCOUNT GELÖSCHT
WIE ES MIR AM 8. 1. ZUGESAGT WORDEN IST ???????????????????
*******
:-(

 

     Bärbel Kokoff



Ist natürlich ...

   10.01.2015, 00:37



... voll subjektiv jetzt, aber ehrlich gesagt ist mir Stille lieber als beispielsweise das scheinheilig hechelnde Raspeln wetterwendischer Sprechblasen, als das stammtischmäßig undifferenzierte Rasseln und Bellen und Schnauben fanatischer Harmlosigkeitsapostel, als das freudlos besserwisserische Blubbern kleingeistiger SuppenschüsselbesitzerInnen, die den Brühetopf, in dem sie dümpeln, für die große, weite Welt halten;
und oft auch denke ich bei mir, dass Stille allemal besser ist als das gefühlige Leiern und Raunen kitschiger Gedichte oder als das nichtssagend süßliche Säuseln jener auf Parfümpoesie und Pappmachélyrik abbonierten, ewiggestrig post-post-post-modernen KommentatorInnen, die zwar kaum Argumente haben, aber ganz viel Meinung jederzeit, festbetonierte.

Greetsies Bärbel



Zitat:
Guten Abend Jolante !
Jedenfalls ist es total ungewiss,
ob irgendjemand diese deine Zeilen liest :
Man muss doch jetzt Tagesschau glotzen !
jetzt wo´s E N D L I C H ! L I V E !! abgeht !!!
Das ist nämlich noch ein Tick spannender
als wenn nur Tatort-Schauspieler rumballern.....
Abgeknallt werden ja sowieso die andern,
wir können wie gewohnt im Sessel lehnen und knabbern....
Ich mag aber überhaupt keine so modernen Sachen,
ich mag nur alten Kitsch
( - jedenfalls vermutet das Frau Gretchen Darloni
und was die ForumsChefin sagt oder auch nur vermutet,
das stimmt und ist recht, sonst geht´s dir schlecht - )
und weil dieser Faden jetzt schon
auf dem passenden Niveau angekommen ist,
erzähl ich Dir hier gleich mein neustes Märchen, nämlich :

DAS MÄRCHEN VON DER BLONDEN SPINNE
Hinter 7 Galaxien, beschützt von 7 Zwergen
thront eine große blonde Spinne mit 7 Beinen,
mindestens 7 Köpfen und mindestens 7 Namen
mitten in ihrem Internetz, das ist gesponnen
aus giftigen glitschigen Wortkolonnen,
deren bizarre Grammatik und Rechtschreibung
das exklusive Vorrecht und maygeröckte Kennzeichen dieser Spinne ist
und ihre absolute künstlerische Freiheit und Modernität dokumentiert :
auf dieses ihr Image legt die Spinne nämlich allergrößten Wert.
Es herrscht meist Totenstille im Netz,
wochen - nein sogar monatelang,
denn niemand traut sich etwas zu sagen,
da die Spinne dann sofort lustig verpackte
giftige Worte von sich zu geben beliebt.
Nur ihre Diener, die Zwerge, dürfen manchmal kluge Zeilen hinzufügen,
auch zwei oder drei Assistentinnen sind geduldet, ansonsten wartet
die blonde Spinne gespannt auf harmlos herumfliegende Wesen,
die sich ahnungslos in den klebrigen Wörterfäden verfangen.
Falls so ein verirrtes Wesen es wagt, Worte von sich zu geben,
so wird deren Grammatik und Rechtschreibung genaustens überprüft .
Doch meist spart sich die Spinne diese Mühe,
meist werden die willkommenen Opfer sofort mit gieriger Lust
von den diversen Spinnenköpfen gebissen,
mit Links beschossen und unter viel Spinnenlachen und -schmatzen
genussvoll abgeschlachtet.
Deshalb hängen im Internetz dieser blonden Spinne
schon endlos lange Listen leerer Namenshülsen,
die alle im Lauf der Zeit abgeschlachtet und ausgelutscht wurden.
Vielleicht ist es einigen gelungen, sich nur scheintot zu stellen,
aber solch regungsloses Dasein-Fristen in Namenslisten
das ist doch kein Leben ! mitnichten !
darauf möchte man gern verzichten :
DESHALB FRAGE ICH : WANN WIRD MEIN ACCOUNT GELÖSCHT
WIE ES MIR AM 8. 1. ZUGESAGT WORDEN IST ???????????????????
celllllo
:-(

 

     Gast14



diese Stille.....

   10.01.2015, 01:48 / 1 x geändert



diese vernichtende Stille, die DU BärbelchenGretchen
YellowDrummetcbummbumm
um dich und durch dich in diesem Forum verbreitest,
die illustrierst DU SELBST im selben Atemzug bzw. Kommentar
mit dieser Deiner neuen Salve hämischer Beleidigungen !!!

Allmächtig wie du bist, wirst DU sicherlich
den zuständigen Herrn bewegen können, endlich
meiner Bitte um Löschung meines account nachzukommen,
damit hier wieder besagte Sorte Stille herrsche...........

*******

 

     Gretchen Darloni²



Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag

   10.01.2015, 12:49



Nun weiter mit einigen Links zu Thema - Friederike Mayröcker:

>> Ich bin dann einen Abweg gegangen. Das Experimentelle war mir nicht mehr interessant. Ich habe eine Wendung gemacht, nicht ins Erzählen, sondern in eine andere Art von Experiment. ... mehr

>> … weiszt du, während die Mauersegler ich meine wie schwarze Kreuze über die Wienzeile, singend, fiepend, strammzogst du mein Jäckchen, strammziehend diese Schreibleidenschaft, unbändig … mehr

>> Die Leute sagen, mein Werk sei schwierig, ich frage mich, was sie meinen, ich verstehe jeden Satz. ... mehr


. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gretchen . . . . . . . . . . . . . . . . . -> zur Heimat

 

     Gretchen Darloni²



Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag

   15.02.2015, 20:27



Und noch ein letzter [W|L]ink
in diesem Unglücksfaden,
eh ganz die Sonne sinkt:

>> Es sollte sich das Wahnwitzige zeigen, auf das kommt's mir besonders an. Das war schon in "Brütt" so und in meinen letzten Büchern. Es geht um den Wahnwitz der Sprache, der Leser kann einem jetzt schon leidtun. Aber ich bin ganz besessen von diesem Wahnwitz, dass ich vielleicht für die nächsten Jahre dabei bleibe. [...]
Das Warten ist was Wichtiges beim Schreiben. Es geht auch nicht jeden Tag, aber jetzt bin ich wieder so weit, dass ich jeden Tag um fünf, halb sechs im Bett anfange. Ich habe große Zeichenhefte, in denen ich richtig herumschmieren kann. Erst später mache ich dann die Reinschrift. Manchmal ist es auch ein Kritzeln, dann kann daraus plötzlich auch ein ausgestreckter Zeigefinger hervorkommen. Wenn es aber einmal elf ist, dann kommt er nimmer, der Heilige Geist des Schreibens. Ich kann abends oder nachts nicht schreiben. Ich bewundere andere Schriftsteller, die das können. Um diese Zeit ist doch schon so viel Welt in einen hineingestürzt, da kann man nichts Reines mehr machen. ...
Zwischen fünf und sechs Uhr morgens ist man noch rein, oder vielleicht sollte man sagen welt-rein. Und man ist auch noch beeinflusst vom Traum. Ich träume ziemlich viel, nichts Besonderes, aber es beeinflusst mich sehr. Am Abend fühle ich mich beschmutzt. Man hat so viel in sich hineingelassen. Durch das Bequatschtwerden fühle ich mich besonders beschmutzt, das habe ich ja überhaupt nicht gern. Obwohl ich eigentlich ein gutmütiger Mensch bin. Ich höre mir das schon an, denke aber bald: Bitte nicht mehr weiter. ... mehr


Gretchen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . -> Ein Halt

 

     Jolante



Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag

   16.02.2015, 13:19 / 2 x geändert



Gretchen, ich danke dir für diesen Wink, der mich zu einem interessanten Artikel gelinkt hat.

Jolante grüßt

 

     Gretchen Darloni²



Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag

   25.02.2015, 19:07



Danke, Jolante,
für das Feedback.

Gretchen grüßt -> ars poetica

 

Friederike Mayröcker, 90.Geburtstag




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