Ohr unter · gregor libkowsky · Komik, Humor

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     gregor libkowsky



Ohr unter

   24.11.2014, 13:40 / 1 x geändert



Sei du bei mir,
wenn Frost mich wärmt
und schwimm dem Strom
entgegen.
Lass treiben nur ein kleines
Wort.
Mein Ohr sei deine Fähre.

Schon häng ich fest,
mein Ohr schnappt Luft,
ihr Wort ist eine Rede.
Bin selber schuld an der Misere,
wer ahnte schon der Worte Schwere.
Es war ein Scherz, hab nur geblufft,
mein Ohr ist keine Fähre.
Ich geb es zu: Ich bin ein Schuft.

Nun mit Verlaub, ist sie denn taub,
sie redet einfach munter
weiter und leider
geh ich unter.

 

     Hans-Joachim Griebe



Ohr unter

   25.11.2014, 17:48 / 1 x geändert



Sei du bei mir,
wenn Frost mich wärmt,
und schwimm mit mir
dem Strom entgegen.

Lass treiben nur das kleine
Wort.
Sei meinem Ohr die Fähre.

(Mehr nicht!)

 

     Jolante



Ohr unter

   26.11.2014, 11:05 / 1 x geändert



Ich würde das Gedicht nicht im Griebe`schen Sinne kürzen. Die Komik, bzw. der Humor -in diese Rubrik hat es der Verfasser eingestellt- ginge dabei verloren, und das wäre schade,

denkt sich Jolante

 

     Gerd



Ohr unter

   29.11.2014, 15:20



Wenn überhaupt, ergäbe eine Kürzung nur in der Originalfassung einen Sinn, doch will ich dieser gar nicht das Wort reden, sonst wäre aller Spaß und Humorigkeit dahin. Das Ohr geht hier so muter unter, dass ich dieses nur in der Form sehen mag, wie el Commandante es eingestellt. Ja, das sind die "kleinen" Tücken zwischen IHM und IHR. So ist weiterhin die Wortwoge, der Redeschwall und Silbentsunami seines Ohres Untergang, wo ihm doch ein kleines Wort von ihr völlig zugereicht hätte.

Tinnitusgrüßend

Gerd

 

Ohr unter




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