Schreibstiltest · Gretchen Darloni · Stöbern

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     Gretchen Darloni



Schreibstiltest

   13.04.2013, 09:35



Auf, auf, zum Schreibstiltest.
Wer wagt, gewinnt.

Wer schreibt wie?
Bitte testet Euren Stil! => http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bu...e-11480570.html

. . .Erwartungsvolle Gretchengrüße

. . . . . . . . . . . . -> Zur Sex-App

 

     Jolante



Schreibstiltest

   13.04.2013, 11:33 / 2 x geändert



Gretchen, ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser Schnelltest ein nur annähernd zuverlässiges Ergebnis bringt. Zweimal habe ich unterschiedliche Texte eingegeben und erfahren, dass ich wie Kafka schreibe. Hm, die Botschaft hör ich wohl, allein ...
Auf jeden Fall ein amüsanter Zeitvertreib!

P.S.: Eine dritte Textprobe, zu der ich mich hinreißen ließ, bescheinigte mir, dass ich wie Friedrich Nietzsche schreibe. Donnerwetter!

Jolante in Verblüffung

 

     aswad



Schreibstiltest

   13.04.2013, 14:15



Haha, interessante Sache ... hab mehrere Texte von mir eingegeben, jedesmal das Ergebnis: Ich schreibe wie Melinda Nadj Abonji.

 

     gregor libkowsky



Schreibstiltest

   14.04.2013, 00:15 / 3 x geändert



Nietzsche? Da wäre ich ja wohl zufrieden. Bei mir erscheint der Name des Autors, dessen Name nicht genannt werden darf (Zur Erinnerung: Das Leben einer Sanduhr).

 

     ruelfig



Schreibstiltest

   14.04.2013, 01:06



Friedrich Schiller (eingegebener Text: Das Blaubandministerium).
Ha, ha und ha. Ist das nich son Ghettoloserrapper aus som Block?
Heinrich Heine (Die alte Made)
Dritter Test: Goethe (Text: Wie Erich)
Hier Text:

Wie Erich

Ach, wenn mir nur gelänge
das Wörtchen so -
ein Sätzchen wie -
egal, wie ich die Strophen hänge,
sie klingen nie
wie die von Erich,
dem Genie.

Ich werd vom Verse biegen
wuschig,
mir wird so unwohl warm
ums Herz.
Wie sich die Reime schmiegen,
vergleich ich sie mit seinen -
Bloßer Scherz.

Ich möchte so gerne
ein Zehntel von Erich sein.
Wie sehr ich mich entferne,
fällt mir nur Blödsinn ein.

Ach, könnte ich nur,
ein Kleines Gedicht,
so schreiben wie Erich -
ich kann es nicht!

Das ist doch kein Goethe! Warum sagt mir diesee doofe App nicht: Sie schreiben wie sie und lassen sie das besser sein. So werden doch nur noch mehr Stümper wie ich aufgefordert, ihr Publikum zu quälen. Besser wäre eine Werbeeinblendung: Lesen sie das Buch von Stephen Fry: Feigen, die fusseln

 

     Bärbel Kokoff



Sind wir nicht alle bisschen fussing

   14.04.2013, 13:02



figgies?

Oh ja ich denke dass zum Beispiel auch Peter Handke die Fusselfeigen lesen sollte ich glaube dass gerade der das bitter nötig hat denn der schreibt ja wie ich ^^ :O :O :O

Und später mehrere Stunden später am Abend
als ich endlich alleine war und so da rum saß und atmete
einfach nur vor mich hin atmete
da kam dieser aufgemuskelte Zuckeraffentyp mit seinem bescheuerten Goldkettchen
mir wieder in den Sinn und ich dachte was geht wohl so einem Menschen im Kopf herum
wenn der Tag lang ist und ich versuchte mich zu erinnern was das für ein Anhänger war
den der Affe an seinem Brusthaargoldkettchen dranhängen hatte und nach ein bisschen Rumkramen
im Hirnkasten fiel es mir wieder ein es war so ein mexikanischer Kopf in ganz winzig
irgend so ein Götterkopf den der wahrscheinlich als Amulett -
solche Leute brauchen Talismane und Amulette solche Leute sind
so haltlos so ratlos sie schwimmen seelenlos
sich selber dauernd davon sie haben Gräten vielleicht keine Knochen
sie bestehen pur aus hormongetriggertem Mastfleisch und deshalb hängen sie sich
Toltekenköpfchen um den Hals damit sie sich daran festhalten können ja wirklich ich kenne das
solche Typen kommen oft in den Salong sie pflegen sich ziemlich gut und sie schmücken sich
um sich zu beruhigen um sich zu spüren wenn man aber
Blickkontakt aufnimmt mit ihnen dann merkt man wie sie zucken vor Angst
wie ein kleines verängstigtes Rattentier aufzuckt ganz weit hinten im Auge und wegrennt
weil es keine Berührung erträgt weil man ihm nämlich einmal als es ganz jung war ganz empfindlich
empfindsam ja - ja - da hat man dem kleinen Rattentier einmal das Fell abgezogen das haben andere getan
andere größere stärkere Ratten die selbst einmal kleiner waren und schwach und wurden gehäutet brutal und
seitdem geben sie weiter was man ihnen tat und die an die das Leid weiter gegeben wird pflanzen es
ebenfalls fort es ist eine endlose Kette von Elend von elendigem Schmerz und ein Glied dieser Kette ist auch
der Zuckeraffe beim EDEKA und ich bin froh dass ich ihn nicht kenne dass er kein Kunde ist dass ich mich also
diesmal nicht zuständig fühlen muss ach wie oft habe ich solche Leute gewaschen damals als ich im
Bestattungsgewerbe gearbeitet habe man konnte den Körpern im Tode noch abspüren dass sie unberührbar
gewesen waren ihrer Lebtag lang und ich sah während sie unter meinen zärtlichen Händen lagen
oft lange lange in die mir so weit geöffneten wehrlosen stumm gewordenen Augen
um die kleine Ratte zu entdecken und immer - immer war sie da in den toten Augen sie trippelte
unruhig hin und her verängstigt geschändet enthäutet gemartert und getrieben getrieben von
ihrem un stillbaren Schmerz bis ich dann mich erbarmte und endlich
die toten Lider verschloss.


. . .Greetsies, Bärbel

. . . . . . . . . . . . . . .

 

     Jolante



Sind wir nicht alle bisschen fussing

   14.04.2013, 21:20



Zwei weitere Tests haben mir die überraschende Erkenntnis gebracht: Goethe schreibt tatsächlich wie Goethe, Else Lasker-Schüler wiederum schreibt wie Nietzsche, also wie ich. Der Abend ist gerettet.

Jo

 

     eselma



Sind wir nicht alle bisschen fussing

   28.08.2013, 09:17



sehr interessant, muss ich auch mal gucken, wer ich wohl bin :D


_________________________________
mein unternehmungserfolg

 

     Gerd



Sind wir nicht alle bisschen fussing

   01.09.2013, 14:49



Oh weh, ich scheine einen multiplen Schreibstil zu pflegen. Um sicher zu gehen habe ich gleich fünf Texte aus meiner Feder getestet. Demnach schreibe ich wie
Hettcher - Torre del Mangia
Nietzsche - Glaubensbekenntnis
Schiller - die Daddabrummsel
Mayröcker - Plastikblumen
Hennig von Lange - aufgelöst im Schatten

Bin ich nicht eindeutig zuzuordnen? Schreibe ich am Ende wie ich? Beunruhigender Gedanke.

 

     augustine



Goethe ist doch der Allergrößte

   06.09.2013, 23:21



Hab' eben dem System bei FAZ - einen Goethe-Text eingegeben, den hier:

"Den einen, der über den Kirchhof ziemlich gerade nach der Felswand hinging, ließ er liegen, um den andern einzuschlagen, der sich links etwas weiter durch anmutiges Gebüsch sachte hinaufwand; da, wo beide zusammentrafen, setzte er sich für einen Augenblick auf einer wohlangebrachten Bank nieder, betrat sodann den eigentlichen Stieg und sah sich durch allerlei Treppen und Absätze auf dem schmalen, bald mehr bald weniger steilen Wege endlich zur Mooshütte geleitet." (Wahlverwandtschaften)

Goethe schreibt - wie Arthur Schnitzler!
Ist doch was.

augustine

 

     Pega Mund



Goethe ist doch der Allergrößte

   07.09.2013, 13:18



Jetzt aber - wie schreibt wohl Schnitzler?
Hab die Maschine mit einem Stückchen Traumnovelle gefüttert:

>> Und da sich nun auch Albertine zu dem Kind herabgebeugt hatte, trafen sich die Hände der Eltern auf der geliebten Stirn, und mit zärtlichem Lächeln, das nun nicht mehr dem Kinde allein galt, begegneten sich ihre Blicke. Das Fräulein trat ein, mahnte die Kleine, den Eltern gute Nacht zu sagen; gehorsam erhob sie sich, reichte Vater und Mutter die Lippen zum Kuß und ließ sich von dem Fräulein ruhig aus dem Zimmer führen. Fridolin und Albertine aber, nun allein geblieben unter dem rötlichen Schein der Hängelampe, hatten es mit einemmal eilig, ihre vor dem Abendessen begonnene Unterhaltung über die Erlebnisse auf der gestrigen Redoute wieder aufzunehmen. <<

Schnitzler schreibt wie Thomas Mann.
Naja, die Giganten schreiben wohl irgendwie alle gleich ...
Gretchengrüße -> Gegen Gries Gräme

 

     Städter



Ich hab's geschafft,

   08.09.2013, 12:21



endlich ein korrektes Ergebnis.
Mit diesem Textschnipsel bin ich bei Kafka eingeordnet worden.
Da kann ich mich ja nun von der Schreiberei verabschieden. Besser geht's wohl nicht.

„Gar nicht hochschauend erwiderte Erni, die ihren normalen Arbeitstag mit Schnorren und Plattemachen vor Karstadt in der Müllerstraße verbrachte, dass sie schon lange nicht mehr über Geld nachgedacht hat und dass es ja wohl Wichtigeres geben würde über das sich ein Kopfzerbrechen lohnen würde. Dann jedoch, als sie bemerkte, dass Barbara es tatsächlich ernst meinte, schob sie schnell noch nach, dass wohl, wenn sie sich recht erinnere, der Besitz von Kapital nicht das Schlechteste sei. Deswegen könne sie die Frage, um auf Barbaras Anliegen zurückzukommen, durchaus mit Ja beantworten.“

Auszug aus: "Die außerordentlich sonderbare Welt der Frauen" / Tom. „Milljöh_final.“ iBooks.
Dieses Material ist urheberrechtlich geschützt.



Septembergrüße (kafkaesk)

Städter

 

Schreibstiltest




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