Verlaine · DanteBalzac · poésie française

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     DanteBalzac



Verlaine

   02.07.2012, 14:48



Welche Gedichte von Verlaine mögt ihr besonders?
Hier mein Lieblingsgedicht:


Es weint in meinem Herzen
wie Regen auf die Stadt.
Woher der matte Schmerz,
der es durchdrungen hat?

O sanfter Ton des Regens
auf Erde und auf Dächer!
Für ein sehnendes Herz
singt der Regen!

Grundlos weint es in meinem Herzen,
das immer mehr den Mut verliert.
Wie! Keine Treulosigkeit!
Meine Trauer ist unbegründet.

Das ist gewiss der schlimmste Schmerz,
nicht zu wissen, warum
mein Herz ohne Liebe
und ohne Hass so leidet.

Übersetzung aus dem Französischen:
© by Bertram Kottmann
Originaltitel: Il pleure dans mon coeur

 

     Elise



Verlaine

   02.07.2012, 14:53



.

 

     Bärbel Kokoff



Verlaine ist nicht so mein Typ

   02.07.2012, 18:33



http://www.zeno.org/Literatur/M/Verlaine.../Lyrik/Gedichte

Diesen Verlaine habe ich überflogen aber ich glaube ich kann nicht so viel mit ihm anfangen vielleicht verstehe ich ihn nicht richtig ich weiß nicht ob man sagen könnte dass er eine Art schwuler Bukowski war ich weiß nicht Julia was meinst du dazu?

. . . . . .Greetsies, Bärbel

. . . . . . . . . . . . . . .


Wenn es unbedingt sein müsste würde ich mir das folgende als Lieblingsgedicht aussuchen:

Die Nachtigall

Es senkt wie ein Schwarm von Vögeln sich
All mein Erinnern hernieder auf mich,
Hernieder durchs gelbe Laub von den Zweigen,
Und gebeugt ist mein Herz, wie Erlen sich neigen,
Die sich spiegeln, wo das Wasser der Reue
Schwermütig gleitet in tiefer Bläue.
Sie senken sich, bis im wachsenden Wehen
Des Winds ihre bösen Stimmen vergehen,
Im Baume verklingen mit sterbendem Laut,
Dass Stille rings von den Zweigen taut.
Nur die Stimme, die sie, die fern ist, in Tränen
Verherrlicht, tönt, nur die Stimme voll Sehnen
Des Vögleins, das erste Liebe mir war,
Das heute noch singt, wie vor manchem Jahr.
Und in dem trauernden Mondenscheine,
Der bleich und feierlich strahlt, wiegt eine
Schwermütige Nacht der Sommerszeit
Voll tiefer Sehnsucht und Dunkelheit
Im Himmel in flüsternden Windesschauern
Das Zittern des Baums und des Vogels Trauern.

 

     toltec-head



Ich glaub, es hackt!

   03.07.2012, 21:37 / 2 x geändert



Schwuler Bukowksi? Ich glaub, es hackt! Der größte Lautmaler nicht nur der französischen Sprache!

Und zur Frage des Typs. Rimbauds Typ war er gewiss auch nicht. Er war niemandens Typ. Hässlich wie die Nacht. Wie Sokrates. Wer würde da Nein sagen?

Am Ende hatte er es übrigens wieder mit Frauen. Und witziger Weise im Todesjahr Rimbauds (1891), die beiden hatten schon lange keinen Kontakt mehr, kommt er auf eine Frage zurück, von der ich nicht ganz weiß, ob es passend wäre, sie als die "Gretchenfrage" seines Lebens zu bezeichnen:

(Kann deutsche Fassung im Internet leider nicht mehr finden, aber es gibt sie, wenn auch sehr hölzern)

Ô ne blasphème pas, poète, et souviens-toi.
Certes la femme est bien, elle vaut qu’on la baise,
Son cul lui fait honneur, encor qu’un brin obèse
Et je l’ai savouré maintes fois, quant à moi.

Ce cul (et les tétons) quel nid à nos caresses !
Je l’embrasse à genoux et lèche son pertuis
Tandis que mes doigts vont fouillant dans l’autre puits
Et les beaux seins, combien cochonnes leurs paresses !

Et puis, il sert, ce cul, encor, surtout au lit
Comme adjuvaut aux fins de coussins, de sous-ventre,
De ressort à boudin du vrai ventre pour qu’entre
Plus avant l’homme dans la femme qu’il élit,

J’y délasse mes mains, mes bras aussi, mes jambes,
Mes pieds. Tant de fraîcheur, d’élastique rondeur
M’en font un reposoir désirable où, rôdeur,
Par instant le désir sautille en vœux ingambes.

Mais comparer le cul de l’homme à ce bon cul
À ce gros cul moins voluptueux que pratique
Le cul de l’homme fleur de joie et d’esthétique
Surtout l’en proclamer le serf et le vaincu,

« C’est mal, » a dit l’amour. Et la voix de l’Histoire.
Cul de l’homme, honneur pur de l’Hellade et décor
Divin de Rome vraie et plus divin encor,
De Sodome morte, martyre pour sa gloire.

Shakespeare, abandonnant du coup Ophélia,
Cordélia, Desdémona, tout son beau sexe
Chantait en vers magnificents qu’un sot s’en vexe
La forme masculine et son alleluia.

Les Valois étaient fous du mâle et dans notre ère
L’Europe embourgeoisée et féminine tant
Néanmoins admira ce Louis de Bavière,
Le roi vierge au grand cœur pour l’homme seul battant.

La Chair, même, la chair de la femme proclame
Le cul, le vit, le torse et l’œil du fier Puceau,
Et c’est pourquoi d’après le conseil à Rousseau :
Il faut parfois, poète, un peu « quitter la dame ».

 

Verlaine




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