Letzte Nacht · Städter · Ballade

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     Städter



Letzte Nacht

   15.01.2012, 13:26 / 3 x geändert



Bitte auf den Link klicken. Das Gedicht liegt im PDF-Format vor.


[pdf] letzte nacht

 

     gregor libkowsky



Letzte Nacht

   15.01.2012, 18:07 / 4 x geändert



Städter, das ist gut so, den Leser zweigleisig durch dein Gedicht zu führen, zum einem wird die Aktion, die Tat erzählt bzw. vorangetrieben, zum anderen erfährt man Details der Motivlage, die jedoch sehr verschwommen bleiben und die letztendlich nur Ausdruck einer Mutmaßung bleiben können oder wollen; ist sich die Protagonistin bewusst, was sie tut, agiert sie in Kenntnis ihres Tuns, oder will sie plötzlich raptusartig (und dafür steht in S1 "und nein, sie hat sich nichts gedacht, dabei, in ihrer letzten Nacht") ein für allemal tabula rasa machen, weil die letzte erfahrene Pein ihres geschändeten Lebens, das Quäntchen Zuviel war - das sind die Fragen, die sich auftun, die zum weiterdenken animieren, auch wenn der Text eher von einer rauschhaften, blindwütigen und also gedankenleeren Gefühlslage der Protagonistin spricht, merkt man doch hier den Kunstgriff der Mutmaßung.

Die beiden Eingangsverse gefallen mir nicht. Suggeriert doch das "hoch zum Haus" eine Ortsangabe (irgendwie verschwommen genau), die fast Insiderkenntnis vorraussetzt, wenn man die nicht hat - und davon gehe ich aus -, engt dieser Passus die Vorstellungswelt des Lesers unnötig ein. Mag kleinkariert klingen. Hoch zum Haus - liegt das Haus auf einem Hügel, einem Berg, fragt man sich, und ist es wichtig für das Verständnis der weiteren Geschehnisse?
Sie ging ins Haus ..." oder

"Lief hoch zum Haus, [alternativ: Lief kurz zurück]
mit schnellem Schritt,
Vergessenes wollte sie noch holen",

klänge besser (auch wenn das Haus noch immer "oben" liegt), da doch die Verwendung von "Lief" in der Eingangstrophe eher mit den Auftakten "Fand", "Nahm", "Hat" der folgenden Strophen korrelierte.

In der zweiten Strophe böte es sich an, den Aufzählungsstil auch im zweiten Vers beizubehalten. Also:

"Fand einen Schuh, auch einen Stoff,
ein feuchtes Stöhnen auf der Treppe
und nein, noch hat sie nichts gedacht,
dann doch, in ihrer letzten Nacht.

So könnte das eher umgangssprachliche "fiel die Treppe runter" vermieden werden.

Und ein letzter Vorschlag für die dritte Strophe:

Streiche das Wörtchen "alle" im zweiten Vers. So erzeugte der Vers eine interessante Deutungsbreite, denn die Frage stellte sich, ob ihr Stöhnen metaphorisch sozusagen die frisch geschlagenen Wunden verdeckt und überdeckt, weil doch ihr Leid selbst im Angesicht der blutenden Wunden des Mannes übermächtig ist, oder ob es sich um eine Aufzählung handelte, demzufolge ihre (verdeckten) Wunden, also die Schmach oder die Quintessenz des von Ihr Erlittenen, zum gleichberechtigen und damit wichtigen Fakt in der Beschreibung des "Tatumfeldes" werden. Beide Gedankengänge sind möglich und bedingen sich.

"Nahm sich die Axt. Er wurde rot,
ihr Stöhnen auch, verdeckte Wunden
und nein, sie hat sich nichts gedacht
im Rausch, in ihrer letzten Nacht."


Das Gedicht hat auf jeden Fall seine Berechtigung, auch als Zusammenfassung einer längeren Geschichte, denn es bleibt genügend im Ungefähren und damit interessant.
Mir gefällt es.


Beste Grüße
Gregor Libkowsky

 

     Willimox



Letzte Nacht

   15.01.2012, 20:01 / 2 x geändert



Ein sehr feiner Liedtext von Städter.....

Hier - vielleicht interessant - ein motivverwandter Text,
Cole Porters "Miss Otis regrets" (Miss Otis bedauert ihre "Verhinderung" ..)

  • allerdings eine distanzierte Perspektive von weiter außen, ein Berichterstatter, ein Bediensteter.....
  • während Städter zwar auch das Präteritum verwendet und die dritte Person, aber sehr viel stärker als Cole Porter die psychographische Kamera einsetzt, fasst eine Art erlebte Rede
  • Typisch und schön in beiden Texten die sich wiederholenden Patterns ...
  Blutige zuckende Raserei und gedehnter upper-class-Blues.

Miss Otis regrets, she's unable to lunch today, madam,
Miss Otis regrets, she's unable to lunch today.
She is sorry to be delayed,
But last evening down in Lover's Lane she strayed, madam,
Miss Otis regrets, she's unable to lunch today.

When she woke up and found that her dream of love had gone, madam,
She ran to the man who had led her so far astray,
And from under her velvet gown,
She drew a gun and shot her love down, madam,
Miss Otis regrets, she's unable to lunch today.

When the mob came and got her and dragged her from the jail, madam,
They strung her upon the old willow across the way,
And the moment before she died,
She lifted up her lovely head and she cried, madam......

Miss Otis regrets, she's unable to lunch today.
Miss Otis regrets, she's unable to lunch today


 

     Pega Mund



Ballade von der letzten Nacht

   15.01.2012, 20:16



Verkürzt lässt sich sagen: Eine Ballade ist ein Gedicht, in welchem zumeist anschaulich, lebendig und spannend ein besonderes Ereignis erzählt wird. Eine Ballade ist Lyrik, ist ein stimmungsvoller, emotional anrührender Gedichttext, welcher mit dramatischen (Spannung, Dialoge) sowie auch epischen (Handlungsbogen, Erzählung) Elementen operiert.

Joa, und insofern plädiere ich, dass Städters Letzte Nacht eine (wie ich finde: durchaus ansprechende) Ballade sei bzw. zumindest balladeske Züge aufweise und, wenn ich z.B. auf die refrainartigen Wiederholungen sehe, auch das Zeug zum Lied habe (wie auch Willimox schon sagte).

Detail, das mir gut gefällt: der feuchte Seufzer.


. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> An Mühsam: Was ist der Mensch? (klick!)

 

     Städter²



Ballade von der letzten Nacht

   16.01.2012, 20:21 / 1 x geändert



Eine Liedballadensongtextgedichtgeschichte? Ja, vielleicht von allem ein wenig.
Alles begann mit diesem schnell notierten Satz: „Ein feuchtes Stöhnen, zerrte sie die Treppen hoch.“ Das war das Fundament, der Grundgedanke. Beflügelt wurde er von vielen Vögeln in schwarzem Gefieder, aus deren Einzelteile man prima Schreibgeräte basteln kann, um sie dann, gefüllt mit blutroter Tinte, zu benutzen.

‘… zerrte sie die Treppen hoch’, dachte ich.
Oben also, nach oben, da wo das Stöhnen herkam. Treppen haben immer ein OBEN und Treppen haben auch meistens ein Haus, das sie wärmend umgibt. Wärmend? Manchmal!

Ja! Ein Haus, da oben steht es, ich kann es sehen. Jetzt fehlt nur noch das ‘UNTEN’. Was soll ein OBEN, ohne ein UNTEN? Aber was könnte dort unten sein? Ein Fluss vielleicht? Ja, ein Fluss! Der gnadenlos alles wegspülende Fluss. Ein Ungeheuer.
Flüsse sind ja immer unten, egal aus welchem Blickwinkel man ihn betrachtet. Steht man in seiner Nähe, ist man unten. Betrachtet man ihn von oben, ist er auch unten. Geht man zu ihm hin, dann geht‘s runter zum Fluss. Damit war die Hausposition endgültig bestimmt. Oben nämlich und dort kann man hochlaufen.

Wenn man zurückkehrt an einen Ort, dann muss dem Zurückkehren auch ein Fortgehen vorangegangen sein und Vergessenes zu holen, hat immer etwas mit Eile zu tun, und mit Rückkehr, denn es unterbricht das eigentliche Vorhaben, das Anlass war, das Haus zu verlassen. Doch davon, vom eigentlichen Vorhaben, ist hier gar nicht die Rede, denn es ist nicht wichtig, nicht hier, nicht in diesem Kontext, nicht in dieser Liedballadensongtextgedichtgeschichte.

Hier geht es um Spontaneität, die gleich dreifach ausbrach und sich gegenseitig anzündete, weil ein Stöhnen die Treppe herunterfiel, mitten hinein in ein atemloses Herz, das aufgeregt, ob der körperlichen Anstrengung, verursacht durch schnelle Schritte, heftig schlug. Zurückgekehrt war es gekommen, das Herz, um Vergessenes zu holen. Dass es das letzte Mal gewesen sein sollte, stand nicht in den Sternen, hatte es nicht geahnt. Tapfer schlug es sich dem Fluss entgegen, pumpend und um sich schlagend.
Aus diesem Blickwinkel heraus, die Pupillen sollten sich weiten und der Kameramann sein Gerät etwas zurückfahren, eint pulsierendes Blut alle drei Protagonisten, wenn auch bei einem Drittel … aus einem anderen Grund.

Was die drei Beteiligten auch verbindet, ist das Nichtdenken. Sie denken nicht. Die beiden da oben, in ihrem animalischem Spiel? Nein, sie denken nicht. Und sie, dort unten an der Treppe? Nein, sie denkt auch nicht. Keine Einsamkeit kann größer sein in so einem Moment der Erkenntnis.

Ihr Denken setzte aus, als sich Stück für Stück der Schuh, der Stoff (ein wirklich winziger Fetzen in rot mit einem zerrissenen Bändchen) und auch das widerliche Stöhnen, dass wie eine giftige, schmierige, ekelhafte Schlange die Stufen herunter glitt zu einem schrecklichen Bild zusammenfügte. Sie hatte den Apfel erfolgreich überreicht.

All diese Puzzleteile fügten sich zu einem großen, alles verändernden Ganzen zusammen, das sie anschließend gedankenlos handeln ließ, einfach so, ohne Blick auf die Konsequenzen. Sie ergaben ein Bild, um das die schwarzen Vögel krächzend ihre Kreise zogen. Eine ihrer Federn taumelte schon triefend in der Luft und drehte sich um die eigene Achse. Das Ziel war ausgemacht, niemand würde den Aufschlag mehr spüren.

Kein Denken war mehr, nichts, nur animalischer Rausch, den es galt auf beiden Ebenen zu Ende zu führen. Auch unten am Fluss, später, wo mit heißem Blut man steht, wo das Denken wieder einsetzt, wo Aussichtslosigkeiten hinweg sprudeln und wo vom Strom der Erkenntnis gierig neue Nahrung verlangt wird. Da wo das Blut bald kälter wird und kaum noch fließen mag, ja, da stand sie. Die Feder hatte längst ihren Platz gefunden.

Dort ist nichts, an jenem mitreißenden Ort. Nur Leere, nur Plätschern und das Herausrutschen einer Axt aus einer kleinen, zittrigen Hand, sonst ist da nichts. Verlorene Gedanken kehren langsam zurück. Gedanken an das Rot auf ihm und auch Erinnerungen an das feuchte finale Stöhnen, dass ebenfalls rot wurde, gesprenkelt sah es aus, wie ein giftiger Fliegenpilz, nur andersrum in den Farben. Keine Schamesröte war’s die ihr im Gesicht stand, nein nein! Ihr finales Ächzen (geübt hatte sie es ja vor wenigen Augenblicken, bei einer anderen Tätigkeit), half der, die sich nichts gedacht hat, nichts denken konnte, ein wenig beim Zerteilen der Erinnerungen an: „in guten und in bösen Tagen -, bis der Tod euch scheidet …“ Es schloss die Wunden auf Herz und Seele, wenn auch nur für kurze Zeit. Abkühlen, schwimmen gehen, wenn auch nur vorübergehend.

panta rhei.

Danke Willimox für das schöne Lied, danke Gretchen für die Gedanken und: Danke gregor für so viel Zeit!
Ich muss noch ein bisschen Abstand kriegen zu dieser kleinen Liedballadensongtextgedichtgeschichte und kann erst dann die berechtigt angemerkten Änderungen vornehmen.

Es dankt der
Städter, (der für Entscheidungen immer eine Ewigkeit braucht.)

 

     Willimox



Ballade von der letzten Nacht

   16.01.2012, 23:40 / 5 x geändert



Hier noch mal Beobachtungen zur Textur,
inbesondere zu:

a) Verarbeitung des Reflexionsmotivs und Motivation der Protagonistin

b) Sprechverhalten des Textsubjekts (eine Art Berichterstatter)

War hoch zum Haus, mit schnellem Schritt
gelaufen, um Vergessenes zu holen
und nein, sie hat sich nichts gedacht,
dabei, in ihrer letzten Nacht.

Fand einen Schuh, auch einen Stoff,
ein feuchtes Stöhnen fiel die Treppe runter
und nein, noch hat sie nichts gedacht,
dann doch, in ihrer letzten Nacht.

Nahm sich die Axt. Er wurde rot,
ihr Stöhnen auch, verdeckte alle Wunden
und nein, sie hat sich nichts gedacht
im Rausch, in ihrer letzten Nacht.

Hat sich den Fluss zum Mann gekürt,
sich willenlos ihm an den Hals geworfen
und nein, sie hat nichts mehr gedacht
in jener, ihrer letzten Nacht.

Und nein:
Das sprechende Textsubjekt, in einer Art emotionalem kommentierenden Sprechen befangen, engagiert und sich in die Protagonistin einfühlend, es zeigt einen gewissen Überblick, aber eben doch große Beteiligung und Empathie, vgl auch Libkowskys Textanalyse

Denken:
a) sich nichts dabei denken: keinen Argwohn haben, naiv und arglos sein
b) nichts denken, dann doch: keine Reflexion, dann aber doch: offensichtlich das Verarbeiten eines Untreue-Indizes
c) sich nichts denken - anders als a: ein reflexartiges, rauschartiges Handeln nach der Entdeckungsphase in b
d) nichts mehr denken: einerseits eine instinktgeleitete, verzweifelte Aktion der Sebsttötung, andererseits und kompatibel dazu das Aufhören von Empfindung und Reflexion im Tod

Eine sehr gute Variantenbildung, mit gleichem semantischen Material präsentiert im Text. Zurückführungen (sich nichts denken dabei) nämlich und Progression: Es kommt zur Katastrophe der Fremdtötung und der finalen Selbsttötung.

P.S.
Bei den Hinweisen von Libkowsky wäre recht genau zu überlegen, was mit dem Rhythmus passiert.

P:P.S.
Der lyrische Text scheint mir erheblich wirkungsvoller und verständlicher als die etwas gruselige Ausdeutung in einer Geschichte im Guastav-Meyrink-Stil (Der Golem).


 

     gregor libkowsky



Ballade von der letzten Nacht

   17.01.2012, 13:21 / 5 x geändert



Die von mir eingangs geäußerte Kritik am ersten Vers "hoch zum Haus" möchte ich revidieren. Nach Städters poetischen Gedanken zum Gedicht, anderen Kommentaren zum Text und eigener Denkzeit muss ich sagen, das Gegensatzpaar "oben und unten" spielt eine wichtige Rolle im Gedicht und bildet im Zusammenhang der schon erwähnten Parallelität des Erzählstranges bezüglich Handeln und Denken der aktiven Textperson die äußeren Fixpunkte des Gedichtes.
Oben ist die heile, die scheinbar - in der ersten Strophe noch die anscheinend - heile Welt, unten (nicht nur in der räumlichen Entfernung zum höher gelegenen Haus zu sehen) ist der Ort des Vergessens. Vergessen - das ist der Tod. Städter spricht vom Wegspülen als Funktion bzw. Eigenschaft des Flusses. Der Fluss nimmt das Leben, das Denken, die Erinnerung und damit auch die Versuche der Zurückgebliebenen zu deuten, zu bedeuten: wer ist schuld. Den Fluss und damit also das Wasser zu wählen, lässt einen katharsischen Moment mit einfließen, wie es einer Tragödie dieses Ausmaßes würdig erscheint.

Zwischen "oben" und "unten" entwickelt sich nun der Erzählfaden. Interessant ist die Entwicklung des Denkens der Frau. Willimox weist farblich darauf hin.
Ist das "Sich Nichts Denken" der ersten Strophe noch ein Ausdruck für unbekümmertes Alltagsgeschehen, kann man in der zweiten Strophe der Formulierung "noch hat sie nichts gedacht, dann doch" fast das blitzartige Auftreten eines Entschlusses, eines Impulses entnehmen. Ein kurzes Aufflackern - der Zusammenbruch des Gewesenen und des Zukünftigen. Hier genau in der Mitte des Gedichtes verschmilzt oben mit unten. Die Geschichte des "oben" hat so gar nicht stattgefunden, wie es die bisherige eingeschränkte Wahrnehmung dem beschriebenen Textsubjekt zu vermitteln vermochte. Eine bittere Erkenntnis. Diese Erkenntnis entwertet das "oben" in einer Radikalität, dass dabei die Perspektive wechselt: aus "oben" wird "unten".
Der Angelpunkt des Gedichtes, besser der Kipppunkt, ist nicht nur in der Tat selbst sachlich und zeitlich zu verorten (dritte Strophe), sondern schon in der zweiten Strophe mit einem einzigen Gedanken, der zur impulshaften, keine weiteren Gedanken mehr benötigenden Steuerung des weiteren Geschehens wird.
Das kurz aufblitzende Denken in der zweiten Strophe ist ein Todesurteil, das Ende des "Oben", das Ende des Mannes - und selbst ihr eigener Tod ist mit eingesponnen.

Fazit: Die Dramatik der Ballade lebt vom erwähnten Gegensatzpaar und der sich in diesem Rahmen bewegenden Parallelität des Handelns und Denkens des beschriebenen Textsubjektes.


Eine Frage bleibt noch: Weshalb steht es unter "Entwürfe"?


Beste Grüße
Gregor Libkowsky

 

     Elise



Letzte Nacht

   17.01.2012, 23:50



Von Entwürfe nach Ballade verlegt.
Elise

 

     Städter²



noch kurz zu:

   18.01.2012, 17:20



„Weshalb steht es unter "Entwürfe“?

Weil: Wenn Unsicherheit mitschwingt, wenn man glaubt, dass irgendetwas nicht klar genug ist (Himmel noch mal! - Gedichte/Balladen erklären zu müssen, ist ja furchtbar), dann ist doch das, was man so von sich gibt, eine wenigstens „gefühlte“ Baustelle.
Z-Entwürfe ist eine klar definierte Plattform für das Unfertige und ich finde, dass die Kritiken eine andere Qualität haben, als bei einem Werk, dass der Kellner auf seinem Tablett gerade ins Schaufenster schiebt und an dem man dann vorbeischleicht und seine Meinung kundtut, kundtuen kann. Darum!

@gregor Danke für den Nachtrag. Der hat wirklich Größe. Chapeau!
@willimox Dank für Deinen Blickwinkel auf die Dinge. Auch für die wie immer präzise formulierte Sicht hinter die Geschehnisse und ihre Struktur. Ich habe wieder viel gelernt.

Städter grüßt!

 

     Willimox



noch kurz zu:

   19.01.2012, 15:41



Salute Städter,

habe mich auch gewundert über den Status "Entwürfe".
Der Text ist gediegen und gefeilt. Und singbar.

 

     Willimox



@jochen18

   02.02.2012, 16:49



@literatur-afficionado jochen18

in der einlässlich-präzisen Textwürdigung von Ihnen fallen zwei marginale Stellen auf,
die mir trotz Randständigkeit als erwähnenswert, vielleicht als diskussionswürdig erscheinen:

- Inwiefern ist dieser Text als ein "hermetischer" Text zu lesen?

- Inwiefern lässt sich das Textgenre "letzte Nacht" nicht als balladesk und ballade-nah klassifizieren?

mit gruß

wiwa

 

Letzte Nacht




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