Gretchen Darloni
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10.08.2006, 13:11 / 2 x geändert
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Was ein armes Wort vor dem Einschlafen flüstert.
Ich bin 1 Gretchen und sonst nichts.
Ich stehe ganz allein.
Ich weiß auch nichts.
Bin nur 1 Wort.
So leis und hauch.
So spinnwebfein.
Einmal wollt ich hoch hinaus!
Hab mich zu einem schönen Hauptsatz hingeflüstert:
mich unverschämt und prall sodann als Adjektiv
an einen nimmersatten Substantiv gelüstert.
Heißbrennflammrot, doch leider nicht
sehr dauerhaft war die Verbindung!
Ein lautgemaltes Verbum nämlich kam alsbald herangedonnert,
sprang auf den Substantiv, kroch ihm ins Ohr
und setzte sich ihm rittlings in den Kopf.
Da stand ich wieder solo da, ich armer Tropf!
Hört mich wohl einer? Nein.
Ich bin allein. Allein.
Aus mir wird kein Gedicht.
Ich armes Schwein.
Aus mir wird niemals was, wovon wer spricht ...
ach nein ...
und jetzt noch
-> hier
und
-> hier
klikng bitte!

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Jolante
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Hossa, Gretchen, auf ein Wort !
Wir hör´n dich alle,
Du bist nicht allein.
Entkommen bist du
dieser Wörterfalle
und kein armes Schwein.
Du bist schon heute was,
wovon wer spricht.
1 Gretchen-Wort allein,
das ist schon ein Gedicht.

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augustine
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Das find' ich auch, Du singleSchlingel,
Es wär' viel ärmer ohne Dich, all dies Getingel
Und alles, was wir tun und treiben -
Hör' bloß, wir bitten Dich, nicht auf zu schreiben.
Das wünscht sich nicht nur augustine

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arisia (Gast)
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11.08.2006, 15:41 / 3 x geändert
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hi, gretchen
da häng ich mich gezz auch noch dran
denn ohne dich ist mir so bang
ach Gretchen fein
laß mich nicht allein
denn sonst bin ich
ein armes schwein
Also Gretchen, das Gedicht ist sehr gut gemacht.
Was mir erst mal auffällt, daß sich die 1 nochmal in den beiden einzeln stehenden
Zeilen wiederfindet und die Symetrie der Form: 6 -1 - 8 -1 - 6
das kommt ja alles nicht von ungefähr, das ist schon bedacht und Arbeit, gute Arbeit.
Die Art und Weise, wie du dich ausdrückst ist lebendig und mitreißend bis hinreißend :)
"Hab mich zu einem schönen Hauptsatz hingeflüstert:"
das ist schon einzigartig, die Art und Weise, wie du mit der Satzstruktur spielst.
Das gilt auch für andere Sätze, habe jetzt nur mal den mir Prägnantesten
herausgegriffen.Gut gemacht ist auch der Innere Aufbau, schon eine Geschichte,
ein 3-Akter mit Zwischenspielen.
Eine zarte Einleitung, Überleitung zum Geschehen, dann das Geschehen im
mittleren Teil, Resümé als Überleitung, dann Reflexion.
Das ganze in wunderhübscher Selbst-Ironie gehalten, superb, anziehend,
macht Spaß
lg
arisia

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Elise
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Hallo Gretchen,
hast dein spinnwebfeines Wortgebilde auf mehreren Ebenen festgeklebt: sagst etwas "über dich", auch etwas "über Sprache", und wie arisia anmerkt: das ist ja eine dramatische Geschichte, die da passiert - besser kann ichs grad nicht ausdrücken.
Schöne Wortkreationen lese ich da: ein "lautgemaltes" Verbum, hmm, da sehe ich so eine unwiderstehliche, peroxidierte Bomber-Blondine mit mehreren Schminkeschichten on her face vor mir; und mich wo "hinlüstern" möchte ich auch mal gern.
Viele Grüße, Elis (angetan).

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Gretchen Darloni²
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Heia, ihr allerliebsten Lyries hier!
Darf ich euch mal Danke sagen? Für eure Zudichtungen? Und eure guten Worte für mich armes Einwort-Schwein? Hätt ich nie gedacht, daß ich "so" gehört werde!
Da ist nur eine Sache: eure freundliche Aufnahme des armen Einworts hat selbiges zu neuen Taten angespornt .... und weil acerdoux das mit dem Sonnenuntergang gesagt hat --- also, es iss eigentlich nicht meine Schuld! Ich konnte dann einfach nicht mehr anders! Quoll richtig raus aus mir, dat MUSSTE, und gezz steht es da, als Art von Balladeske ... samt Pferd, und guggt grotesk Westwärts, hab extra reiten gelernt, drum war ich so selten da letzte Woche ...
Ob ihr dat auch noch aushaltet, dat neue Werch? Ihr steckt ja viel weg, als Starklyries, die ihr doch alle seid, abba dat ... ???
So, ich wollte doch "Danke" sagen,
und sonst gar nix!
Danke!
Dat Gretchen (mit Knix!).

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