Reime vom Dichten · Pega Mund · Constance

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     Pega Mund



Reime vom Dichten

   08.04.2011, 14:15 / 7 x geändert



Okeeh, das ist jetzt der Faden für den kleinen Reim zwischendurch, den man doch mal gern wo deponiert hätte, ohne gleich extra einen eigenen Fred (= "Thread") dafür aufzumachen.

Gereimt soll es gehen und soll es sich drehen um:

Dichter und Poeten, Dicht(ungs)kunst,
Lierück, Schrift und Schreiben undsoweiter ...


Analogie oder Pendant: jener Faden von den 2zeilenTieren -> (Link),
gedacht als Hommage an Robert Gernhardt & Co (Link) .


Die Inspiration für den Dichterreimfaden hier verdanke ich dem Kommandanten, der für den Dichter blankespapier was verreimte, sowie auch dem Tantchen Jolantchen, unserer guten, frommen, treuen Monastica, die der Dichterin Josephine was an den liebebebenden Herzbeutel zu legen nicht umhin konnte, wenn ich das richtig verstanden habe.
(Hoffe, es ist in Ordnung, dass ich Euch zitiere!?)


. . .Es saß ein Dichter ganz allein
. . . .in einem leeren, dunklen Raum.
. . . .Ach, wär er dort geblieben
. . . .und hätte nichts geschrieben.

. . . .Man gab ihm blankes Schreibpapier,
. . . .das war ein Fehler, glaubt es mir.

. . . . . . . . . . . . . . . .Gregor Libkowsky (Link)




. . . .Du bist mein Essigwasser
. . . .und mein Hasenpfeffer.
. . . .Du bist mein Pustekuchen
. . . .und mein Kummerwein.

. . . .Wenn du mich dichtest
. . .. werd ich blass und blässer.
. . . .Ich bitt dich dringlichst,
. . . .lass das Dichten sein!
. . . .--------
. . . .Ein Gedicht,
. . . .das nicht genannt werden will.

. . . . . . . . . . . . . . . .Jolanta Monastica (Link)




. . . . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> Galerie der Co-Produktionen



PS @Josephine and all

Die Wirkung (= [unfrei- oder frei-willig] komisch oder nicht) einer
Wendung wie "Salz in deinem Herzen" ist kontextabhängig.
Eigentlich ein starkes und vielschichtiges Bild!
Muss aber jetzt nicht hier diskutiert werden.

Und - YEAH, Josephine, meine Kritiken sind IMMER in Honig getaucht, jede einzeln
handgesüßt. Stelle Dir besser nicht vor, wie sie sich läsen, ließe ich den Honig mal weg.

 

     ruelfig



Erschüttelt

   08.04.2011, 20:54



Die Leute, die sich derbe wuschen,
die, die mit dem Verbe duschen,
glauben, dass die Badewanne
Schmerzen aus der Wade banne,
wenn sie nur recht hitzig wallten
dass Pointen witzig hallten -

Doch halt! Halt deinen Schweller kühl,
es würde sonst im Keller schwül.
Denk an den Ast, an dem ein Leimring hing,
an welchem sich schon mancher Reimling fing.

 

     Jolante



Bauchgrimmen

   08.04.2011, 22:35



Dichter Prosa hofft vergeblich
auf göttliche Inspiration.
In seinem Hirn rumorts erheblich,
doch findet er nicht jenen Ton,
der ihn in Dichterhimmel trüge
und ihn freispräche von der Lüge,
er sei kein wahrer Musensohn.
Wer glaubt das schon?

Er nicht, er hört auf seinen Bauch
und knallt ihn raus, den Prosafurz.
Kritik, und sei sie noch so ehrlich,
die braucht er nicht, sie ist ihm schnurz.

 

     Pega Mund²



appellative Bitte

   09.04.2011, 00:59 / 1 x geändert



Ach ja, das noch:
Keine Metadiskussionen entfachen. Oder wenn,
dann in Reimen, bitte. In Gretchens Faden sind wir alle
dicht(er).

. . . . . . . Gretchen

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> Ein Lyrich klagt an!

 

     kirmesbollo



…mhhhh

   09.04.2011, 08:31 / 2 x geändert




 

     zuppanova



Blockiert!

   10.04.2011, 11:56




Abgründig gähnt das leere Blatt.
Der Dichter, zitternd, abgezehrt, schreibmatt,
erduldet stumm in seiner Klause
die viel zu lange Schaffenspause.

Dichter werden ist nicht schwer.
Dichter sein dagegen sehr.
. . . . . . . . . . . . . . . . . . (klicken!)




Schönen Sonntag noch: zuppa

 

     Jolante



Wörtersee

   10.04.2011, 13:36



Der See lächelt lieblich,
er ladet zum Bade.

Der Dichter erwacht
und schreibt `ne Ballade

 

     Gerd



der Poethiker

   10.04.2011, 17:03



ein schwülstiger Poethiker
der hat sich infiziert
bei einem Legastheniker
was ihn inkommodiert


inspiriert an ruelfigs schwülem Schweller

 

     Willimox



Intuitives Schreiben

   10.04.2011, 18:49 / 2 x geändert



Ach, die Muse 
 
Ach, die Muse gab mir nicht 
allzeit gut und schön zu singen. 
Keine funken wollen springen. 
Und so flieht mich das gedicht. 
Werde ich halt Cluster schreiben, 
einfach mit den Worten treiben, 
durch die prosa - schrumm, schrumm, schrumm. 
... 
Ja, leck mich, Muse! Gar nicht krumm. 

 

     Pega Mund²



... ad quemquem, qui adeptus est

   11.04.2011, 19:09



carminarum poeticarum ...


Ein Herzchen liegt im Rosenmeer.
Es ängstigt sich und zittert sehr.
Horch! Horch nur! Wie es haucht und spricht:
"Vergissmeinnicht, Vergissmeinnicht"!

Heb's Herzlein auf! Tauch' deine Feder spitz in's warme,
atemrote Blut! Sei kühn und nicht gezaudert! Ritz' geschwind das arme,
schmerzgepulste Elend auf's Papier!
Mach' helle Verse mit dem Herzchenblut!
Die frischen, feuchten, jungen Leiden munden stets besonders gut!

(Dein Leser leckt sich schon die Lippen, der Vampir ...)


. . . . . . . . . . . Kuschelgretchengrütze

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> A Somber Sonnet: mal was Englisches lesen, woll!



Für das Latein da oben übernehme ich keine Garantie ...

 

     ruelfig



Inversion, elisionierte

   12.04.2011, 22:00 / 2 x geändert



Beraubt der einz'gen Freud durch ew'gen Feind,
der mir hat zugesetzt seit alten Zeiten –
wie Leid ich bin dies' immergleiche Streiten.
Es find't ein Ende nimmer, wo es scheint,

als könnt' sich Feind zum Schluss mit Freund vertragen.
Zuletzt es sollt', man meint, ein Kampf schon sein.
Um dreht am Spieß sich fett ein glänzend' Schwein.
Bei Gott, Palaver schwer mir schlägt auf Magen.

Doch dies' Spiel nicht, wie's scheint, wär' wie vergebens,
wer, strebend immer, lernt denn sich bemüh'n?
Und aus den Strömen eines feiernd' Lebens –

man hätt', man find't, ein Recht auf Schluss des Bebens -
bewegt im Himmel still die Stern' verglüh'n.
So weis' man wird, ein Teil des leis' Erhebens.


http://www.literature-online.de/thema2769.htm

 

     gregor libkowsky



Seelentröster

   14.04.2011, 17:31 / 1 x geändert



Ein Dichter sprach zu seiner Seele:
Es lohnt sich schon, dass ich dich quäle.
Hier, schau! Das heut'ge Resultat.
Vier Verse plumper Reime-Quark.





http://www.synekdoche.de/thema2769.htm

 

     ruelfig



Kein Gedicht

   15.04.2011, 00:09



Hier stünde wohl
ein schönes Gedicht,
mit hinkenden Jamben.
Und Versen,
die in drallen
Kadenzen aufeinanderprallen.
Wie gesagt, stünde,
doch steht es hier nicht.
Wenn ich es fünde,
dieses Gedicht!
Ich hab es verdichtet
wohl tausend mal,
metrisch gerichtet,
es war eine Qual.
Doch als es fertig war zum Schluss,
es zu lesen - ein Genuss.

Das Versmaß streng. Es transzendierte
hexametrisch inspirierte,
silbenzählend aufpolierte -
ach, mein Herz wird eng.

Denn ich hab es
verbummelt, verlegt und
verkurmelt.
Jetzt liegt es irgends rum
und murmelt.
Von Trochäen und Daktylus,
anapästischem Knittelversschluss -
welch ein Verdruss!
Oh, wüsst ich nur wo,
wo es wohl ist,
ich wäre froh,
ich armer Skribist.
Dann stünde hier
ein schönes Gedicht -
doch, wie man sieht,
steht es hier nicht.

 

     zuppanova



Villanelle, abgerungen

   02.05.2011, 10:10



Seit Stunden dicht' ich schon - ein zähes Ringen!
Nicht eine Strophe hab' ich zu Papier gebracht!
Ich dichte, dichte, doch es will mir nichts gelingen.

Von Menschen, Göttern, Welten, Himmeln wollt ich wortreich singen.
So eine Villanelle, dacht' ich, ist doch schnell gemacht:
Seit Stunden dicht' ich schon - ein zähes Ringen!

Vielleicht kann ich die erste Strophe überspringen
und gleich die zweite schreiben, wäre doch gelacht!
Ich dichte dichter, doch es will und will mir nichts gelingen.

Hier sollten wundersame Orpheusverse stehen, die vibrieren, schwingen,
die Gott und Mensch und Tier betören durch der Worte Zaubermacht:
Seit Stunden dicht' ich schon. Ein zähes Ringen ...

Ich wind' und wende mich. Ich stülp' mich aus und um und kann's nicht zwingen.
Der Morgen graut. Die frühen Vögel pfeifen schamlos auf die Nacht.
Ich dicht' und dichte, doch es will und will und will mir nichts gelingen.

Ich seh' mich selber sitzen: Villanellenschlangen schlingen
sich mir um's müde Haupt. Durch's Fenster dringen
die ersten Sonnenstrahlen spitz herein. Die Muse küsst mich nicht, sie lacht und lacht.
Seit Stunden dicht' ich schon! (Ein zähes Ringen.)

-------

mehr zum Thema Villanelle
. . . . .- http://www.synekdoche.de/thema1194.htm
. . . . .- http://www.synekdoche.de/thema2321.htm
. . . . .- http://www.synekdoche.de/thema1450.htm

 

     Jolante



Dichtig

   02.05.2011, 12:23 / 2 x geändert



Ich hab mich an- und abgedichtet
und dichtig mein Produkt vernichtet.
Es war zur tiefsten Mitternacht
und tiefer als ein Schlaf gedacht.

Am Morgen bin ich spät erwacht
und hab mein Dichtertum verlacht.
Aufs Dichten hab ich heut verzichtet
und treu nur mein Geschäft verrichtet.

 

     Pega Mund²



Dichters Not und note to self I

   30.05.2011, 02:15 / 1 x geändert



(Materialien zu einer Theorie der Metapoetik I)

Hast du eine Schreibblockade?
Kein Problem! Iss Schokolade!

Milka, Lindt und Ritter Sport
helfen gründlich und sofort.
Alpensahne, Marzipan
jedem, der nicht schreiben kann!
Rum-Rosine, Nougat-Nuss -
und vorbei ist der Verdruss!
Chili-Mandel, Edel-Mokka -
was blockiert ist, wird ganz locka!
Vanille-Rahm, Pistazie -
du nimmst zu? Das tut nicht weh!

Mit dir rundet sich, denk dran,
fiktiv zur Fülle dein Roman!


. . . . . . . . . . . Grätengrüße

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> Tatort Haiku!

 

     Pega Mund²



Dichters Not und note to self II

   01.07.2011, 09:31



(Materialien zu einer Theorie der Metapoetik II)

Hast du eine Schreibblockade?
Finger weg von Schokolade!

Edel-Mocca, Nougat-Nuss
schaffen weiteren Verdruss:
Deine Blätter bleiben blank,
doch du selber bleibst nicht schlank.
Speckgefältelt, rund und schwer
tust du träge gar nichts mehr.


. . . . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> zum Marianengraben

 

     Jolante



...Und wehret ihnen nicht

   01.07.2011, 11:43 / 4 x geändert



Denken, Fühlen, Worte schreiben,
Glücklich jene, die verbleiben
In des Herzens Heiterkeit.

Dichten, Sichten, Text vernichten,
Selig jene, die verzichten
auf des Zweifels Peinlichkeit.

Silben, Verse, Reime schmieden,
Fröhlich jene, die gemieden
eines Dichters Einsamkeit.

 

     Städter



Fett weg

   01.07.2011, 12:19



Kann nicht so mit Speck an Fingern
Schreiben an den großen Dingern
Kann nur wünschen dass zum Speck
(Hoffe der geht bald mal weg)
Sich gesellt mit feuchten Lippen
Meine Muse - die beim Strippen
Ahh und Ohh bis Zett bewegt
Bis mein Stift sich wieder regt

 

     Pega Mund²



Auf die Muse!

   02.07.2011, 09:43



Städter dichtet:

Kann nicht so mit Speck an Fingern
Schreiben an den großen Dingern
Kann nur wünschen dass zum Speck
(Hoffe der geht bald mal weg)
Sich gesellt mit feuchten Lippen
Meine Muse - die beim Strippen
Ahh und Ohh bis Zett bewegt
Bis mein Stift sich wieder regt




Gretchen resümiert:

Gegen Impotenz beim Schreiben
hilft: Es mit der Muse treiben.




Irgendwer hat auch mal danach gefragt, wie "Wir" mit
Schreibblockaden umgehen und mit unserem
"Schaffensprozess" und so ...
. . . .=> http://www.synekdoche.de/thema2333.htm

 

     Städter



Auf die Muse!

   02.07.2011, 11:09



Ach die Muse
mir zu Fuße
hockend wartend
im Jacuzzi
planschend
feucht und inspirierend
stets nach feuchten Küssen gierend
wartet
dass ich ihr zu nahe
komme
um das Große Wahre
saugend schmatzend ihr zu nehmen
(nein dafür muss niemand schämen)
sich - und ich schon gar nicht denn:
Sie hat mich schon oft geküsst
nur damit ihr’s alle wisst!

 

     Pega Mund²



Marginalien zu einer Theorie der

   06.12.2011, 02:15



Reimerei (1)

Oft gesucht! Jetzt gefunden! ->

"Mach mal einen Reim auf Mensch"

Bei Regen trägt der kluge Mensch
gerne einen dichten Trench~
coat, wenn er raus muss mit dem Hund,
und bleibt warm und trocken und
pfeift sich was auf's schlechte Wetter:

Good betrencht is so much better!


. . . . . . . Gretchengrüße

. . . . . . . . . . . . . . . -> zum armen Wort ->

 

     Pega Mund²



Marginalien zu einer Theorie der

   19.01.2012, 17:56



Reimerei (2)

Wenn sich die Reime dir versagen, zage nicht:
Nicht jeder ist ein Dichter, der in Reimen spricht.
Nicht alles, was sich reimt, ist ein Gedicht.


. . . . . . . Gretchengrüße

. . . . . . . . . . . . . . . -> Zur sagenhaften Endmuräne

 

     Pega Mund²



Marginalien zu einer Theorie der

   07.02.2012, 07:39 / 1 x geändert



Metapoetik (1)


Langeweile ist Kompost,
aus dem die Blaue Blume sprosst.



. . . . . . . Gretchengrüße

. . . . . . . . . . . . . . . -> zum armen Wort ->

 

     Pega Mund²



De Rebus Poetarum (I)

   07.02.2012, 20:50



Ist der Dichter stockbesoffen,
darf man nicht auf Reime hoffen.



. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> obszön. zynisch. züngelnd. (klick!)

 

     ruelfig



Aspirinator

   07.02.2012, 23:56



Dichten heißt, des Lebens Reben
lesen, maischen, keltern, streben
nach Vergärung und dem Kleister
einen Stempel aufzudrücken: Meister.

 

     Pega Mund²



De Rebus Poetarum (II)

   09.02.2012, 01:44 / 2 x geändert



Dichter werden ist nicht schwer.
Dichter sein dagegen sehr.




. . . . . . . Gretchengrüße
. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> zur Arschlochamsel

 

     Pega Mund²



Marginalien zu einer Theorie der

   06.07.2012, 14:28



Metapoetik (2)


Größenwahn ist der Kompost,
aus dem die Blaue Blume sprosst.


. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> Soap Sonett (klick!)

 

     Städter



zu Marginalien zu einer Theorie der

   06.07.2012, 15:35



, anders ausgedrückt ist Mist,
was dort aus dem Haufen sprießt.

 

     Jolante



Reimfall

   06.07.2012, 21:28 / 1 x geändert



Sitzt ein Reim mir allzu locker,
reißt er mich nicht gleich vom Hocker.
Mache ich ihn richtig dicht,
fällt vom Hocker mein Gewicht.

 

     ruelfig



Schüttlerfestival

   11.07.2012, 01:18



Heut abend spielt beim Summerjam
der Reggaekönig Jammer-Sam.
Es singt der weise Rastamann
den Superhit “Run, Masta, run”.
Man soll uns rauchen lassen Weed,
dann rufen wir: "Mann, wassen Lied!"

 

     Pega Mund²



Marginalien zu einer Theorie der

   11.07.2012, 15:36 / 1 x geändert



Metapoetik (3)


Einsamkeit ist der Kompost,
aus dem die Blaue Blume sprosst.


. . . . . . . . . . . Gretchengrüße

. . . . . . . . . . . . . . . . . . -> extra dumme Gretchenfragen (klick!)

 

     toltec-head



Lotus aus´m Lokus

   11.07.2012, 19:30



Lotus aus´m Lokus, blaue Blume vom Mist,
Nur Frau Pferd denkt, dass dies ein Widerspruch ist.

 

     Pega Mund²



Einspruch, Euer Ehren! ;)

   12.07.2012, 20:45



Lotos auf dem Kompost, Blaue Blume auf dem Mist:
Auch Frau Pferd kann sich denken, dass das kein Widerspruch ist.



. . . . . . . .. . Grete Karo grüßt

. . . . . . . . . . -> zum Ausgusssiebchen (klick!)

 

     toltec-head



Zwei Pferde

   12.07.2012, 22:53



Nur das echte Pferd vom pirenischen Quell
Zählt fleißig Füße und ist dabei auch schnell.

 

     ruelfig



Grus Grus

   12.07.2012, 23:28



Der Kranich sprach zur Krandu: hier,
nimm diesen Ring. Dann heißt's Kranwir.
Die Holde sprach: Mein lieber Mann,
ich bleib doch lieber Solo-Kran.

 

     Pega Mund²



An Meister ruelfig!

   13.07.2012, 10:59



Die Kran-Solos sind fesch besungen,
und ruelfigmäßig gut gelungen.
Doch ... wären Kran-ich, -du und -wir
nicht lieber bei den Viechern: -> HIER!?

 

     ruelfig



Menno

   15.07.2012, 00:49



Ei traun fürwahr, so fährt dahin des Dichters Glorie,
passt er nicht auf beim Wein und wählt die falsche Kategorie.

 

     Willimox



Joseph von E.

   15.07.2012, 18:37 / 2 x geändert



Über die Zeitenfluchten hinweg
winkt der Freiherr unserem Ruelfig zu,
mit poetischen Zeilen, entstellt.

Allerdings wohl nicht alkoholbedingte Entstellung ,
eher Schädigung durch korsettierende Beamtenschreibe.

Mandelkerngedicht

Zwischen Akten, dunkeln Wänden
Bannt mich, Freiheitsbegehrenden,
Nun des Lebens strenge Pflicht,
Und aus Schränken, Aktenschichten
Lachen mir die beleidigten
Musen in das Amtsgesicht.

Als in Lenz und Morgenröte
Noch das Herz sich erlabete,
O du stilles, heitres Glück!
Wie ich nun auch heiß mich sehne,
Ach, aus dieser Sandebene
Führt kein Weg dahin zurück.

Als der letzte Balkentreter
Steh ich armer Enterbeter
In des Staates Symphonie,
Ach, in diesem Schwall von Tönen
Wo fänd ich da des eigenen
Herzens süße Melodie?

Ein Gedicht soll ich euch spenden:
Nun, so geht mit dem Leidenden
Nicht zu strenge ins Gericht!
Nehmt den Willen für Gewährung,
Kühnen Reim für Begeisterung,
Diesen Unsinn als Gedicht!



Joseph von Eichendorff (10.3.1788 – 26.11.1857)

 

     ruelfig



Endlich Nichtdichter

   17.07.2012, 00:26



So mancher denkt, er wäre nicht mehr knusper,
(nicht er, nein der, auf den sich dieses hier bezieht),
doch mir gefallen seine alten Muster.
Ich mag den Bastard billig und gemein,
auch wenn er nicht ganz sauber ist,
der kleine Reim.

(Und danke, Willimox, das war erhebend)

 

     toltec-head



Liebe Heten

   18.07.2012, 09:45 / 3 x geändert



Liebe Heten, die ihr verteidigt Eure Metren,
Lasst Euch sagen von Eurem schwulen Freund:
Eure Ansichten, sie lassen sich nicht mehr vertreten.
"These Times are out of joint."
Nach keinerlei Ordnung die Sprache mehr tickt,
Die Sprache wird von nun an in den Arsch gefickt.

 

     ruelfig



Reime vom Dichten, von Dichtern

   18.07.2012, 11:24



Moderne Dichter werden hier nicken:
Reime soll man im Keime erwürgen.

 

     Pega Mund²



Und wieder: Einspruch, Euer Ehren …

   19.07.2012, 08:15



Der Reimer aber, höchst enthemmt,
hat sich NOCH einen abgeklemmt:

"Von der gereimten Rede kann ich nimmer lassen!
Und wenn ich einst im Sterben liege,
wenn mir das schöne Licht des Tages will verblassen,
dann sprech ich es mit meinem letzten Atem aus:
Herr, nur wenn ich drüben was zu reimen kriege,
will ich jetzt geh'n. Wenn nicht, dann bleib ich lieber hier zu Haus
und reime weiter, bis die Welt in Flammen steht,
bis hoch am Firmament der letzte Stern zerbricht,
bis Alles, wirklich Alles vor die Hunde geht!
Nein, die gereimte Rede lass und lass und dreimal lass ich nimmer nicht!"






(klick it an!)

 

     toltec-head



es war einmal

   19.07.2012, 11:49 / 4 x geändert



Hier stand mal ein dichtes Gedicht.
Man beleidigte es.
Und daher steht es hier jetzt nicht.

 

     Pega Mund²



einspruch, die dritte ---

   19.07.2012, 18:30



sweet randy toltec, gib dir das:
dieser faden ist für spaß
mit reimen. wer's nicht kann und auch nicht will:
lässt es eben und schweigt still.


. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . -> Wie man ein hübsches Gedicht schreibt (klick!)

 

     ruelfig



Klau nicht bei mir, du

   20.07.2012, 01:12



Undichter

Manche Dinge kann ein Mann
auch, wenn er nicht reimen kann.
Disst die Wand an, bis sie fällt,
ist in seinem Film der Held,
der, der nie verlieren kann,
denn, so denkt der schlaue Mann,
spricht wer an das Ungefähre
meiner Rede, in die Quere
fall ich dem, höchst unbequem.
Denn ich bin ein fieser Troll.
klaue, spei die Foren voll.

Keiner wird solche Stümper vermissen,
sie sollten sich ins @web verpissen.

 

     toltec-head



Aus dem Tagebuch eines Diebs

   21.07.2012, 14:07 / 1 x geändert



Springt die Libido an, klau ich auch ein Gedicht.
Bei Deinen, Ruelfig, springt nichts - fürcht Dich daher nicht!

 

     Pega Mund²



Marginalien zu einer Theorie der

   30.07.2012, 19:10



Metapoetik (4)

Eitelkeit ist der Kompost,
aus dem die Blaue Blume sprosst.



. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . -> Der Linke (klick!)

 

     Gretchen Darloni



you and your olives, me and my rhyme

   06.11.2012, 07:22



Morgengebet

Das schwallt, schwullt, schwubbert so für sich hin,
macht von hint nicht noch von vorne Sinn.
Ach, Herre Gott, Du Überstern,
halt doch die Dünnbrettdichtdinger fern.
Mach, dass sie brav die -> Zehlein falten
und lieb sind und die Fresse halten.
Amen.



. . . . . . . . . Gretchen grüßt

. . . . . . . . . . . . . -> First Sight Love (klicken!)

 

     toltec-head



Oliven aber bitte nur mit Quetsch

   06.11.2012, 18:51 / 3 x geändert



"Alleine zählt die Existenz,/die du nicht kaufen kannst mit einem Benz." - Storygirl


Geh und fang einen Stern, der fällt,
Den aller exklusivsten Benz
Statt dem Plebejerglück der Welt.
Dienstboten überlass die Existenz
Und wähle stattdessen eines der Metren,
Welche die Herrschaften auf diesen Seiten so vertreten.

http://www.synekdoche.de/thema4288.htm&hilightuser=948

Zur ohnmächtig zerquetschten Olive geht´s hier:http://www.dsfo.de/fo/viewtopic.php?t=35...der=asc&start=0

 

     ruelfig



Marschbefehl

   23.11.2012, 21:40



Pack deinen Bleistift ein und dein Moleskine, Poet,
spring frisch in Stiefel aus Metaphern.
Auf gehts ins Wortfeld zum letzten Gericht.
Schon schreibt der Feind, verschone ihn nicht,
kartätsch ihn mit Kadenzen und Sentenzen.

Zieh deinen Lorbeerkranz tief in die Stirn, Poet,
wenn Versschrapnelle um die Ohren fliegen
und Kameraden aus dem Metrum fallen,
bleib stark. Und denk daran: Du schreibst mit allen
Zeilen Geschichte, nicht bloß Gedichte.

 

     toltec-head



if you cannot be a poet...

   05.12.2012, 16:20



...BE A POEM:

Geh und fang einen Stern, der fällt,
Den aller exklusivsten Benz
Statt dem Plebejerglück der Welt.
Dienstboten überlass die Existenz,
Sei eine Lilie, sorge Dich nicht
Und verschwind - im Gedicht.

 

Reime vom Dichten




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Fiktionale vs. faktuale Erzählung

was wir geben (so nett, en passant)

Was ich nie wieder fand