gregor libkowsky
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06.07.2010, 17:11 / 6 x geändert
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Weshalb nur kann ich dieses Gefühl nicht abschütteln, bei den im Text wohlfein installierten und kreierten Tippfehlern handele es sich womöglich um "Ihr-seid-mir-auf-den Leim-gegangen"-Fallen.
Nun, welches Menü tischt uns Jürgen heute auf?
Es ist wieder der allbekannte Brei.
Hier kann einer mit Sprache umgehen, ohne Frage. Doch scheint es, dass diese Begabung, diese Fähigkeit, das Resultat harter und langer Übungsjahre - wie auch immer - vorrangig dazu genutzt wird, den eigenen Bildungsstatus in Form von Literatur widerzuspiegeln.
Das Intro, die Beschreibungen der Räumlichkeit und der Person des Vaters lesen sich langatmig und ermüdend. Der Autor könnte nun in die Runde werfen, dies müsse man erst einmal können, eine solche Beschreibung hinzulegen. Da stimme ich gern schon im voraus zu. Trotzdem wirkt das alles zu ambitioniert. Der Inhalt tritt in den Hintergrund und im Vordergrund steht nur noch die Fingerübung des Autoren.
Die Geschichte ist prall gefüllt mit sprachlichen Bildern und Vergleichen. Doch auch hier verbleibt der Geschmack des Zuviel. Viele der Bilder wirken übertrieben oder sind unnötig gedoppelt.
Im Verlauf der Geschichte entwickelt sich der Dialog zwischen Vater und Tochter sehr zäh und inhaltlich breiig.
Und Hauptkritikpunkt überhaupt: Nicht nur der Dialog zeigt sich klischeedurchtränkt und damit unglaubwürdig - die Rollenaufteilung- und beschreibung ist zu gekünstelt - , die gesamte Geschichte ist ein einziges Klischeefestival.
Am Ende glaubt man, mit der Erzählung die Beschreibung einer soap opera vor sich liegen zu haben.
Das ist der Türspalt für den Autoren, damit er sagen kann, so war es gewollt, das war meine Intention. Glaube ich aber nicht.
Fazit: Ein viel zu langes, zu ambitoniertes Werk, voller Klischeefelder. Ein Autor, der mit Sprache umgehen kann (die übertriebenen und oft leicht daneben liegend wirkenden sprachlichen Bilder einmal außen vor gelassen), jedoch inhaltlich nichts zu sagen hat. Stipendiatenhaft - irgendwie.
Wie immer mit freundlichem Gruß
Kommandant Gregor Libkowsky

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lost
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zur Erbauung:
»Erzählen bedeutet, aus der Mannigfaltigkeit des Realen einen bedeutungsvollen Rhythmus, eine unaufgelöste Chiffre des Mysteriums, das Verführerische, eine Wahrheit herauszuhören, die sich ständig offenbaren will und doch ständig entflieht.«
(Cesare Pavese)
regards ...

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ruelfig
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Hallo Jochen18,
ja, das kenne ich auch, da sitzt man gemütlich beisammen am Lagerfeuer, einer spielt Klavier auf der Guitarre und dann geht das Chillum rum, dann wird geredet, schwadroniert, geschwatzt, endlos gelabert und nach dem zweiten Bong erhebt der Oberdampfplauderer sein der klassischen Bildung geschuldetes, in dezenten Grautönen gealtertes Haupt, öffnet die belesenen Lippen und sagt: Äääh, wo war ich grad? Ach ja, wo ist Teil eins? Lasst uns noch ein trinken un dann: Schlafe, mein Kindlein, schlaf ein.
Also, gegen dich möchte ich nicht Scrabble spielen müssen, du kennst bestimmt Wörters, die übers ganze Brett gehen und kriegst dann drei Mal dreifach, da krieg ich den Grusel und ergebe mich ergebenst,
R

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