Kosak
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Ich habe gerade den Hinweis bekommen, dass keine Antwort "wohlwollende Akzeptanz" sein kann. Ohne eine Allgemeingültigkeit zu untersuchen - für diesen Beitrag kann es gelten. Wenn ich mit Gedichten nichts am Hut habe werde ich dieses hier nicht schlecht machen. Ich gebe es meiner Freundin zu lesen, die kennt sich mit sowas aus.

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Datura
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wirklich ein informativer, analytischer Kommentar, danke.
Ich versteh ja auch nix von Gedichten, deshalb hab ich den Mund gehalten, wegen der Unfähigkeit... aber nun fühle ich mich doch ermutigt, ob des sachkundigen Kommentars oben, mal so meine Gedanken hier zu sagen ( ist der Ruf erst ruiniert...und so weiter ).
Habe den Text einfach mal auf meine Situation hier bezogen, ja und hat mich nachdenklich gestimmt... hmm... vielleicht ist flüchten nicht so die Lösung...
LG
Datura

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zuppanova
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Städter, das ist die Frage der Pandora.
Die Zunft der Germanisten hat allerhand Sonden, Endoskope, Blutdruckmanschetten, Magendarmspiegel entwickelt, um abzutasten, "wie es da drinnen wohl aussieht, im Text", Handwerkszeug also, um zu ausgefeilteren Aussagen über einen Text zu kommen als "wow, hab ich auch schon mal gefühlt, was du da beschreibst", "richtig gut gemacht" oder "tut mir leid, sagt mir gar nix".
Man kann z. B. Metaphorik und Bildfelder anschauen, rhetorische Figuren entdecken, Erzählperspektiven untersuchen, Metrik analysieren (auch bei sogenannten "Freien Versen"), Oppositionen bestimmen, Leitmotive oder Topoi aufzeigen, Phonetik abhorchen, Gliederung herauspräparieren, Zitate, Analogien, Referenzen dingfest machen, historisch-mythische Elemente enthüllen, auf besondere Wortwahl achten, die Grammatik abklopfen, sorgfältig paraphrasieren, eigene Assoziationen bilden, ausgesprochene oder unausgesprochene Wertungen benennen uswusf. - den Text halt möglichst genau und detailliert betrachten/beschreiben ("WIE ist das gemacht?"), das könnte ein erster Schritt sein über das nur Subjektiv-Gefühlig-Gefühlte hinaus.
Kostet aber Zeit, die man sich erst einmal nehmen können muss.
Was mich angeht, so bitte ich Dich um Geduld. Dein Gedicht, dieses hier, ist nicht eines, zu dem ich so ohne weiteres etwas aus dem Ärmel schütteln könnte oder wollte. Und ich selbst, wenn ich nur oberflächliche, nichtssagende Kurzommentare zu einem Text erhielte, wäre wohl etwas enttäuscht - obwohl man sich natürlich auch auf den Standpunkt stellen kann, jede Antwort sei besser als keine.
Es gibt alte Fäden hier, da ging es mehr oder weniger auch um das, was Du ansprichst - falls Du Zeit haben solltest, oder überhaupt Interesse, Dich da durchzuwühlen:
- http://www.literature-online.de/thema774.htm
- http://www.literature-online.de/thema1119.htm
- http://www.literature-online.de/thema787.htm
Dies wollte doch noch eilig geschrieben haben
spät am Abend: zuppa

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zuppanova
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... vom döschen zu nehmen:
| Zitat: |
| das: Subjektiv-Gefühlig-Gefühlte und denke, dass nur dieses allem Geschriebenen als Basis zugrunde liegt, zugrunde liegen kann. |
ja, mag sein, dass das subjektiv-gefühlig-gefühlte stets ursprungskeim des geschriebenen ist. die "kunst" wäre dann wohl, "das material kalt zu halten" (eine wortprägung von gottfried benn), d. h.: wie wird weiter mit diesem erfühlten keim (schreibimpuls) umgegangen?
| Zitat: |
| All die Dinge, die Du aufzählst, sollten verinnerlicht sein, als Automatismus – als Gefühl? – mitlaufen, ohne nachzudenken, wie ein Wimpernschlag eben. Wem das gegeben ist, gehört mein Neid. |
gut gesagt. manche haben's "im urin" oder "im blut". kommt aber eher selten vor, denke ich. hier (ver)steckt (sich) die arbeit.
| Zitat: |
Werde ich wirklich reingezwungen und denke + fühle, wies gemeint ist?
Ist auch noch genügend Raum für freie Interpretation? |
stichworte: "suggestivität" und "leerstellen", auch: "die mischung macht's".
lg, zuppa
ha, steuerte eben den anderen text an, den du vor einiger zeit eingestellt hattest (-> Am Tag danach), und sah, dass du ihn herausgenommen hast. jetzt wird es spannend, denn ich kann überprüfen, was davon mir geblieben ist. mein vorschlag: wir machen ein experiment. ich werde gleich im schlaf nachmeditieren und sehen, ob mir etwas dazu einfällt im traum. oder tagsüber dann. in plusminus 24 stunden beim nächsten nachtflug über's forum teile ich dir das ergebnis meiner gedächtnisbohrungen mit - einverstanden?
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