Hölderlin-Preis geht an Georg Kreisler · Gerd · Themen

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     Gerd



Hölderlin-Preis geht an Georg Kreisler

   24.03.2010, 00:56 / 1 x geändert



Georg Kreisler wird am 6. Juni der Hölderlin-Preis verliehen. Irgendwie will mir eines seiner bekanntesten Lieder passend erscheinen, zum Frühling und zum Mikroklima hier im Gärtchen.

...
Ja, der Frühling, der Frühling, der Frühling ist hier,
Geh mer Tauben vergiften im Park!
...

Link "Taubenvergiften": http://www.youtube.com/watch?v=OOqsfPrsFRU

Interessant war für mich auch die Begründung für die Preisverleihung sowie die Ausführungen der Jury-Mitglieder. Wer gerne mehr wissen möchte, hier der Link zum FAZ-Artikel:

http://www.faz.net/s/RubFBF93A39DCA8403F...n~Scontent.html

Grüße in die Nacht
Gerd

 

     Gretchen Darloni



Hölderlin-Preis geht an Georg Kreisler

   25.03.2010, 08:26



naja, mir fällt dazu gleich noch ein bissig-satirisches kreisler-lied ein, das mal vor zeiten in den alten musikfaden gelinkt wurde ...


danke, Gerd, für den hinweis, der artikel ist lesenswert!


Gretchen



 

     zuppanova



Versöhnung / friedliche Koexistenz

   26.03.2010, 00:08



Grüß Dich, Gerd,

Deinen Hinweis auf das aktuelle Foren-Mikroklima wohl bedenkend folgte ich dem Link, las den Artikel und fand für mich folgenden Kernsatz:

>> Mit der Auszeichnung Kreislers mache die Jury einen Vorschlag zur Versöhnung des Hohepriesterlichen mit dem Profanen: „Wir machen diese Trennung nicht mit.“ <<

Dazu kommt mir Shakespeare's Sommernachtstraum in den Sinn.
Da werden ganz unterschiedliche Ebenen, Lebensarten, Bewusstseinszustände ineinander verwoben, und der Zuschauer kann sich aussuchen, wo er sich verorten möchte: im überirdisch-ätherisch-geistigen Reich bei Oberon und Titania, bei den irrenden, suchenden, liebenden Menschen(königs)kindern, die sich im Wald verlaufen, oder im Pyramus-und-Tisbe-Spiel der vielleicht nicht besonders filigran wirkenden, aber arglosen und redlichen Handwerker, die auf ihre eigene Weise ausdrücken, was sie von "höheren Welten" ahnen oder wissen.
Keine Ebene ist wegzudenken, im Gegenteil, die verschiedenen Bereiche gewinnen an Kontur und Tiefe, indem sie sich spiegeln, reiben, vermengen, und am Ende ist das, was ganz oben geschieht, gar nicht so viel anders als das, was weiter unten gespielt wird. Sicher ist doch aber: Fehlte ein Element, dann wäre der Sommernachtstraum nicht mehr der Sommernachtstraum.

So viel nur - eine spätabendliche Randbemerkung und ein Dankeschön an Dich, Gerd.

LG, zuppa

 

Hölderlin-Preis geht an Georg Kreisler




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