Golgopedia · gregor libkowsky · Constance

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     gregor libkowsky



Golgopedia

   29.10.2009, 19:51 / 4 x geändert



Wir wollen Transparenz. Auch in vollkommener Dunkelheit. Wissenschaftliche Forschung braucht gesichertes Basiswissen.
Golgopedia: Frei, unabhängig, offen für alle.

grzdrtiu = kleines Zubrot, ein ca. 4 cm² großes Lederstück, wurde in Golgostan in der Regel Babys und Kleinkindern in den Mund gestopft zur Beruhigung sowie als frühe Maßnahme zur Beschleunigung und Unterstützung des golgochischen Spracherwerbes; hier: Gurgel- und Mampflaute, das grzdrtiu wurde nur in Einheitsgröße hergestellt und verkauft, erstaunlich ist daher der Fakt, dass bisher keines in Originalgröße gefunden werden konnte; alle waren bedeutend kleiner.

zuchsztik = golgochisches Kurzschwert, wird von der Regierung als Lebensleihgabe gestellt und zur Einschulung feierlich überreicht, oftmals unter Absingen der Internationalhymne, wobei das Austeilen erster Stiche während dieser Zeremonie beim Publikum regelmäßig stehende Ovationen auslöst

Grzdrtiu-Gesetz = Erlass des Großgrafen Pjoterwschksch, ab 1825 erhielt jeder Bürger Golgostans zur Einschulung ein grzdrtiu als lebenslange in der Familie weitervererbbare Leihgabe, der Legende nach soll kräftiges und unentwegtes Kauen dieses aus Bärenhaut hergestellten Lederstückchens dem Alkoholgenuss vergleichbare Rauschzustände herbeiführen, dies konnte nie eindeutig nachgewiesen werden, da die Einwohner Golgostans zur Wirkungsabsicherung zusätzlich noch selbstgebrannten Schnaps zu sich nehmen, über Wechselwirkungsmechanismen wird zur Zeit noch geforscht, um keine unfruchtbare Suchtdiskussion im Land aufkommen zu lassen, besagt die heutige Sprachregelung, dass das grzdrtiu der Unterstützung des golgochischen Spracherwerbes dient

 

     Pega Mund



Der Inspirator

   29.10.2009, 22:51



Ralph-Michael Bääh, genannt "Auto*****": Autor, Buchautor und noch viel mehr.

Überragender Meilenstern altgolgochienischer Lyrik, dichter Denker, Poet und Fühlosoff; einer der berüchtigtsten golgonischen Hohlbarden, der zwar Generationen junger LyrikerInnen zu eigenen Inspirationen befruchtete, aber leider selbst keine Omma (mütterlicherseits) hatte. Dennoch: "... es gibt bei allem im Leben immer ein Dafür und ein Dagegen und das ist gut so und macht Mut."

Ralph-Michael Bääh's berühmtestes Werk: "Es rieselt mit der Zeit - Lebenslauf einer unbekannten Sanduhr".
Dieses hochbedeutsame Werk beeinflusste, obwohl bei Erscheinen von zeitgenössischen golgonischen Literaturkennern/Innen heftig abgelehnt, nachhaltig die literarische Entwicklung Golgostans und darf guten Gewissens als wegweisend für die neuere golgonische Lyrik- und Prosaik-Szene angesehen werden.

 

     gregor libkowsky²



Golgopedia

   30.10.2009, 11:23 / 3 x geändert



Grätzki, Lager, Krmpfchckr und Kchctrzt und der Dr. Krummelmann


Lyrikbataillon 23/102 = Sammelbegriff für alle Zwangslyriker eines Jahrganges, welche im berühmt-berüchtigten golgochischen Lyriklager zu Hochdruckpoeten ausgebildet werden sollten,
wurde geschlossen kurz nach dem Grätzki-GAU[Grätzki=siehe Grätzki-Epos], heute Museum, eine Jahreskarte kostet allerdings 2670 Euro (es gibt nur Jahreskarten) inclusive einer Übernachtung im gesicherten Hochverdichtungsbereich

Grätzki-Epos = geheimes Regierungsprojekt zur emotionalen Destabilisierung der westlichen Welt, musste vorzeitig abgebrochen werden wegen Geheimnisverrates, aktuelle Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Grätzki, der Namensgeber, gleichzeitig der Verräter sein dürfte, Grätzki, auch der Große Grätzki genannt, tauchte in Westeuropa unter und lebte entsprechend der Vorgabe des Grätzki-Epos, mehrere Fundstücke des Epos konnten bisher restauriert werden und aus dem golgochischen Dialekt „Krmpfchckr“ übersetzt werden, Thema des Epos: eine große unerfüllte Liebe, wilde Tänze im Sand, Überreichung des Gedichtes vom Klapsen-Hans (das erste Gedicht seiner Geliebten), empörte Zurückweisung des Gedichtes mit anschließendem Suizid des Grätzki

Krmpfchckr = ostgolgochischer Dialekt der Bergvölker, besteht vorrangig aus gezischten Gurgellauten oder röchelnden Grunzlauten, die Sprache entwickelte sich aus dem Wortstamm „kchchtrzt“, alle bekannten Worte dieses Dialektes sind Modifikationen dieses Basiswortes, große Verdienste bei der Erforschung dieses Sprachphänomens erwarb sich der deutsche Sprachforscher Dr. Querfried Krummelmann( *1926 +1976)

Kchchtrzt = Stammwort des ostgolgochischen Dialektes der Bergvölker, bedeutet Schnaps oder im weiteren Sinne jegliche trinkbare chemische Substanz (Alkohol wäre dafür ein zu eng umrissener Begriff)

Dr. Querfried Krummelmann = dt.Sprachforscher (*1926 +1976), Verdienste bei der wissenschaftlichen Erforschung golgochischer Sprachphänomene (siehe Krmpfchckr), Begründer und jahrelanger Ehrenschirmherr der Sammlung „Golgochische Sprichworte – Herkunft, Sinn und Übersetzungsvarianten", verschwand unauffindbar während einer seiner legendären Golgostanexpeditionen bei der Bärenjagd

memi = golgochischer Universalinfinitiv, bedeutet: haben, wollen, dürfen, sollen, können, möchten, mögen, wirken, laufen, rennen, sprengen, töten, vierteilen, lügen, betrügen, trinken, noch mehr trinken, noch mehr lügen, ABER AUCH: staubsaugen, bohnern, popeln, füsilieren, menstruieren, köpfen, tanzen, wanken, chatten, chillen, telefonieren und wichsen,
SELTENER: waschen, reinigen, säubern, kämmen oder rasieren
NUR IN DEN BERGREGIONEN DER NORDOSTGOLGOCHEI: das Häkeln eines Flaschenwärmers, diese Tätigkeit wird in der Regel von den männlichen Einwohnern übernommen, der Häkelprozess dauert oftmals mehrere Jahre, in dieser Zeit dürfen die Männer zu keinen anderen Aufgaben im Dorfverband verpflichtet werden, siehe auch unter: GOLGOCHISCHE HÄKELHÄUSER sowie OSTGOLGOCHISCHES HÄKELMUSEUM IN SZDREKEWITZSCH

 

     Pega Mund



Golgopedia

   31.10.2009, 03:05



Sandhure

In Golgostan gebräuchliche Ehrenbezeichnung für FrauInnen mit Straps(en) und Sanduhrfigur(en). Die sandhürlichen Rundungen gelten in der golgochischen Welt als Metaphern für Genuss, Sinnenfreude und Fruchtbarkeit!

Eine auch in der westlichen Welt bekannt gewordene Vertreterin dieses inzwischen leider nur noch selten anzutreffenden Figurinentyps ist (oder vielmehr: war) Marilynzskzsa Munrusszkzsa mit den Maßen 91-61-86 bei sage und schreibe 54 Kilo (R.I.P.).



Über die Sandhuren gäbe es noch viel zu sagen, aber nicht jetzt!

 

     ruelfig



Feldforschung

   31.10.2009, 04:25



Der bekannte Anthropologe Professor Antonius Nabatäus von Hardstängl beschreibt in seinem jüngst veröffentlichten Bericht "Erscheinungen des Trunkentums in Golgostan" ein nicht ganz neues, jedoch immer häufiger zu beobachtendes Phänomen. Bei seinen in zahlreichen golgochischen Discotheken nach der Methode der teilnehmenden Beobachtung durchgeführten Studien fand er heraus, dass der Mensch, besonders in der Adoleszenz, durchaus in der Lage ist, komplett ohne Gehirn auszukommen. Einige der von von Hardstängl untersuchten Probanden hatten eine Art Dummy im Schädel, bei anderen war es durch die Rückbildung der ursprünglich vorhandenen Gehirnmasse zu einer kritischen Verdichtung gekommen, bei der sich Anti-Gedanken entwickeln, die im Zusammenprall mit Ideen eine blitzartige Kettenreaktion bewirken. Dabei kann es zu so etwas wie einem Unknall kommen, wobei ungeahnte Kräfte freigesetzt werden.
Im Rahmen mehrerer Selbstversuche durchlebte von Hardstängl einige Nächte in direktem Kontakt mit den beobachteten Objekten. Hier ein Ausschnitt aus seinen Notizen:
"Eines Freitags abends befand ich mich auf einer so genannten "Tanzfläche", wobei ich feststellen musste, dass kaum an Bewegung zu denken war. Ich fand mich umzingelt von Kaugummikaumaschinen, die, hätten sie sich noch langsamer bewegt, zu Stalagmiten erstarrt wären. Ebenfalls vertreten waren einige so genannte Handtäschchenmädchen, die, im Kreis herumwandernd, gelegentlich ihre Handys hervorkramten, was angesichts der in der einen Hand gehaltenen Zigarette und dem an die andere Hand montierten Glas einigermaßen kunstvoll schien. Durch eine noch zu untersuchende Gruppendynamik befeuert, gelang es ihnen, ihr Handy hochhaltend, Bilder der "Tanzfläche" zu schießen, welche sie sofort an ihre Freundinnen sandten nebst dem Vermerk "hier tanz ich grade". Die Freundinnen waren allesamt nebeneinander auf der Tanzfläche versammelt.
Faszinierend auch die männlichen Unbehirnten. Im Bemühen, ihre wesentlichen Anliegen nicht zu vergessen, hatten sie ihre T-shirts beschriftet: "Suck my dick", "Dressed to kill every desire", "Meine Leber möcht ich nicht haben" usw. Erstaunlicherweise waren diese Individuen sogar in der Lage, an Sprache erinnernde Laute von sich zu geben. So bekam ich von einem, die halbe "Tanzfläche" blockierenden breitbackigen Testosteronriesen auf die Bitte, sich doch davon zu beheben, nach einiger Zeit die Antwort "Tanz doch um mich rum". Da es bereits 4:00 in der Frühe war, hätte die Zeit bis Feierabend nicht mehr dafür gereicht.
Die Versorgung mit Getränken gelingt diesen Hominiden hervorragend: "Bull-O", "Vodka-O" und "nochein".
Zusammenfassend glaube ich nicht, dass wir uns um den Standort Golgostan Sorgen machen müssen, wenn auch weitere Forschungsarbeit vonnöten ist. Ich stehe dafür gerne zur Verfügung."

Zur Zeit arbeitet der Herr Professor an einer Studie mit dem Titel "Saufmichschön - Entwicklung des Trinkverhaltens golgostanischer junger Frauen". Hierfür werden noch Freiwilliginnen gesucht.

 

     zuppanova



Das Sandmännchen

   01.11.2009, 00:37



Das Sandmännchen ...

... lebt nach einer sehr traurigen Erfahrung mit einer ziemlich grobkörnigen Sandhure zölibatär, und zwar seit dem 23.06.1994 gleich vorne rechts hinter der zweiten Düne am Großen Gollggomär, in einem ziemlich komfortablen, nach einem Entwurf des deutschen Stararchitekten Egon Eiermann dereinst gebauten Wolkenkuckucksheim.

Früher wohnte das Sandmännchen ganz woanders, z.B. auch in der DDR, von wo es 1978 mit Sigmund Jähn sogar in den Weltraum flog, was ihm außer einem geplatzten Trommelfell mit Tinnitus in consecutio aber nichts brachte. Dann kam es noch schlimmer. Irgendwann in den 80-er Jahren stand dem Sandmännchen das Wasser schließlich bis über den Hals hinauf, weil es im Westen schon abgeschafft war (das Sandmännchen; nicht das Wasser). Also reichte es (das Sandmännchen) am 04.02.1987 ein Asylersuchen beim golgonischen Zentralparlamentsvorsteher Brimbuszki ein, welchem 1994 schließlich stattgegeben wurde (dem Asylersuchen; nicht dem Zentralparlamentsvorsteher).

Golgostan bot sich als Sandmännchenhochburg und -hauptwohnsitz einerseits natürlich wegen des dort immer noch reichlich vohandenen Sandes an. Andererseits war es aber auch so, dass Golgostan bereits am 13.05.1985 klammheimlich, also unter Ausschluss der Weltöffentlichkeit, im Rahmen eines Brüsseler Spitzen-Gipfels ("G-XXL/'85") von der internationalen Staatengemeinschaft als Archezone für vom Aussterben oder sonstwovon bedrohte supranaturale Lebensformen ratifiziert worden war. Ja, wirklich, und deshalb lebt mittlerweile das Sandmännchen, obwohl es weiterhin weltweit nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene tätig ist (siehe Dokumentarfilm, unten), in Golgostan (zölibatär), und deshalb gibt es in Golgostan so viele Werwölfe, Binde- und Sonderbären, Nixen, Nöcke, Sylphen, Salamander und Emoelfchen, Wiedergänger, Klon- und Clownautoren, Flaschengeister, Plagiativmutanten, Vampyretten, Ghostwriter, Horrorstammler und Zombielaller wie nirgendwo sonst auf der Welt.



 

     Jolante



Die Sanduhrenklapse

   01.11.2009, 14:40 / 6 x geändert



Die berüchtigte Sanduhrenklapse, benannt nach ihrem Gründer Autorbadzki, ist eine Entzugsklinik für Sandsonnenuhren, deren Zeiger in der Regel dem Sonnenlicht zwanghaft vorauseilen. So wird zum Beispiel beobachtet, dass die Zeiger psychomotorisch gestörter Uhren kurz vor Sex stehenbleiben und/oder kurz nach Sex davonlaufen. In der Klinik werden die Uhren mit Viackrzka behandelt oder mit Weckaminzen. In nicht zu erwartenden besonderen Härtefällen ist auch eine Umwandlung in Sanduhrinnen möglich, weil diese fast immer taktvoller sind, auch wenn sie manchmal Sand im Getriebe haben. Dass Sanduhren in der Klinik hin und wieder von Sandhuren gestreift werden lässt darauf schließen, dass sich dies günstig auf ihre Unruhe auswirkt. Sanduhren, denen die verrinnende Zeit auf den Zeiger geht, bekommen in der Klinik einen beruhigenden Klaps, daher der Name Sanduhrenklapse.

 

     Pega Mund



Versalia

   04.11.2009, 07:57



Versalienpoesie (Krezchplapp)

Frühe golgochische Abart der "Cholyrik"; eine Form der Poesie, die in die Versalienschreibweise verfällt, sobald der/die Autor/in sich unverstanden fühlt oder emotionalen Kontrollverlust zu beklagen hat.

 

     kirmesbollo



Krezchplapp

   04.11.2009, 12:47 / 4 x geändert




 

     gregor libkowsky²



Konsensus Golgonicus

   06.11.2009, 15:33 / 1 x geändert



Konsensus Golgonicus (klick) = das einzige schriftlich überlieferte Gesetz Golgostans, wahrscheinlich gegen Ende des 3. Jahrhunderts auf dem Gipfel des Berges Pizschetzschik im Ztruitzuk-Gebirge erstmalig unter Zuhilfename von getrockneten Werwolfknödeln in Schriftform als erstes golgochisches Handlungsgebot ausgelegt.
Der Urtext:
gtiie mtie ponosherizt ewo! gtiie mogun ponosherizt ugir essetzsch!
Übersetzung (nach Krummelmann):
Trinke Schnaps und herrsche! Trinke Schnaps und diene!

 

     gregor libkowsky²



ugumusz und carapasz

   19.11.2009, 11:19 / 4 x geändert



ugumusz = im südösten golgostans gelegen, ca. 124 einwohner, davon 124 wehrhaft, erlangte ruhm durch die hohe anzahl von gefangenen touristen, aufgrund der außerordentlichen raffinesse und technischen geschicklichkeit beim herstellen von touristenfallen konnte ugumusz mehrmals den landespokal „touristenjäger in gold“ erringen, die ugumuszer touristenfallen werden bis heute weltweit exportiert und kommen immer wieder zum erfolgreichen einsatz, die gefangenen touristen können in der regel mit schnaps freigetauscht werden, nach neuestem kenntnisstand (reisebericht der dritten großen golgostan-expedition von dr. krummelmann und gefährten) spielt das ugumuszer zwangsjackenflötenkommando eine herausragende rolle beim anlocken von ahnungslosen touristen

carapasz = [urspr. masz-carapasz], minischildkröten, ernähren sich ausschließlich von sand, in riesigen populationen an den stränden südostgolgostans lebend, werden 300-400 jahre alt, die carapasz stoßen mehrmals am tag ihren rückenpanzer ab, meist in den morgenstunden, aufgrund einer genveränderung nach dem großunfall in der ugumuszer chemiefabrik wächst innerhalb weniger stunden ein neuer panzer,
in ugumusz existiert eine lange tradition des carapasz-sammelns, mittels eines entwölbungsbades werden die gesammelten panzer geplättet, von der größe und konsistenz her gleicht der panzer dann dem begehrten grzdrtiu, reisende golgochier führen in der regel in großen mengen geplättete carapasz-panzer [carapaszak] als geschenke mit sich, um so kostenneutral nachbardörfer passieren zu können, geschmacklich kommt der carapaszak dem grzdrtiu sehr nahe, jedoch stellt sich keine berauschende wirkung ein, aus diesem grund vervielfacht der golgochische reisende nach austeilung des carapaszak seine reisegeschwindigkeit


Die große Passage = südostgolgochisch, bezeichnet den versuch, die unmittelbaren nachbardörfer zu passieren, da die nachbardörfer in der regel im unfrieden miteinander lebten, gelang es nur wenigen, eine große passage erfolgreich durchzuführen, kampferfahrung, list und tücke sowie eine riesige portion glück waren vonnöten, um am leben zu bleiben

Korruptzschikan = hauptstadt golgostans, liegt in der mittelgolgochischen tieflandsbucht, berühmt für seine unzähligen steuer- und zollämter im frühgolgochischen stil, im süden der stadt befinden sich die bekannten sandsturmkasernen, im frühjahr und im herbst finden in korruptzschikan die gefürchteten touristentauschbörsen statt, große bereiche der hauptstadt sind vermint, die bürger der hauptstadt wohnen deshalb zum großteil außerhalb der stadt, in der stadt selbst leben beamte, soldaten sowie zu reichtum gekommene bärenjäger

 

     gregor libkowsky²



Tradition des Gräberpissens

   16.02.2010, 21:18 / 1 x geändert



Trzdikutschik skelletz pissz, memi kostuszki darakasz = Bepiss die Eltern mit vollem Strahl, jetzt sind sie tot, vorbei die Qual!
Feierlicher Spruch der Hinterbliebenen als Abschluß einer traditionellen golgochischen Beerdigungszeremonie. Danach pissen in einer streng festgelegten Reihenfolge die Trauergäste auf das Grab des/der Verblichenen. Dabei spielt die Nähe des Verwandschaftsgrades eine eher untergeordnete Rolle. Vielmehr stehen die durch den plötzlichen oder geplanten Tod nicht mehr einforderbaren Spiel- und Schnapsschulden eher im Vordergrund und bestimmen die Reihenfolge der Verpissung (pisszkatschik).

 

     gregor libkowsky²



Zwangsjackenflötenorchester

   21.11.2014, 16:57 / 2 x geändert



moeckzdreti (Plural: die moeckzdreti) = bezeichnet ein Mitglied des geachteten und gleichwohl berühmt - berüchtigten Zwangsjackenflötenorchesters der golgochischen Tiefebene, zunächst gegründet als reines Betriebsflötenorchester der Ugumuszer Chemiefabrik war schicksalshafterweise schon der erste öffentliche Auftritt die Ursache für den verheerendsten Chemiefabrikunfall der golgochischen Geschichte (siehe auch: die zwanzig größten Chemieunfälle Golgostans), um einem erneuten Unfall vorzubeugen, traten die moeckzdreti seitdem nur noch in der Arbeitskleidung der Chemiefabrikarbeiter auf (siehe auch: Schutzkleidung Chemiefabrik; oder: golgochische Zwangsjacke), das Zwangsjackenflötenkommando wie es auch liebevoll von den Einheimischen genannt wird, ist bis heute eine der Touristenattraktionen der golgochischen Tiefebene neben den noch rauchenden Ruinen der Ugumuszer Chemiefabrik

 

Golgopedia




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