Erik
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diebitteumneextrahandvollsand
(14.02.2007 ; 01:57 Uhr)
gehirn spritzt eiweiß in die runde
und kein gedanke sprengt sekunde
diese stunde diese nacht hat zorn gebracht
in meine bahnen stürzt ein stummes
schnaufen und verplanen aller wege
aller hätte könnte würde
ich werd mürbe und verwehr mir
weinen haare raufen
sag muss ich nicht tränen saufen auf den laken
wo ich lag die nächte lang im
einspluseins
im meistens null
und selten drei
nun ists vorbei mit schlafkraft
denn nun die schlagkraft dieser zeilen mir den schlaf rafft
und verschafft die kraft mir somit
die ich brauch um mich ins weiche schwarz zu stürzen
wo ich leben kann in traum und atem an dem baum
der jeden meiner schritte teilt damit verheilt
so man verweilt im wiesentraum und nicht wie sonst
im sich verbeißen in den trüben schlamm und schaum
sondern man heilt sich still
tut was man will und mit dem schlaf
kommt der befehl an alles stopp
Servus allerseits...
Nachdem meine Reimversuche euch scheinbar recht kalt lassen, pobiere ich, euch mit dem obigen Text zu "unterhalten"...
Ich bin durch die Podcast-Sache ein bisschen infiziert und hab mich an den Text erinnert, weil er vom Sprechen her für mich immer besonders interessant war. Gretl hat mal auf "hip-hoppische" Sprechtexte hier verwiesen...
Dieser geht vielleicht ein bisschen in diese Richtung...vielleicht auch nicht...
Ich werde daher auch für den Podcast eine Aufnahme machen...
...über den ein oder anderen Blickwinkel würde ich mich sehr freuen, vielleicht sprechen die Verse ja jemanden an...
Es grüßt
Erik F.
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Gretchen Darloni
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Hei, typischer Erik, der Text, sachichmal, und -
hat mich direkt angesprochen.
Der Titel weist auf eine bestimmte Thematik, welche am Schluss bestätigt ist: Schlaf(losigkeit).
Das, was zwischen Titel und Textende abgeht (wär gezz meine Lesart) ist Beschreibung dieses Zustandes kurz vor dem Einschlafen, so dieses Hinübergleiten, Wegdriften. Die Gedanken purzeln übereinander, Erinnerungen kommen hoch, Reste vom Tag, Emotionen mischen sich dazu, Beziehungsprobleme, Frust, der Wunsch los zu lassen ... alles nicht so richtig greifbar, schon halb traumverzerrt, trotzdem oder gerade deswegen (be)drängend.
Den Text, denk ich mal so, muss man am besten laut lesen, um reinzukommen, und eher schnell. Bin echt schon gespannt, wie du den sprichst.
Ver-gretl-t karierte Grüße vom Krötchen.

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zuppanova
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grüss dich, Erik,
mir scheint, dieser text hat wirklich einen eigenen drive eingebaut, einen motor, der die sprache treibt, weiter und weiter. das liegt am metrum, aber wohl auch daran, dass der text nicht eigentlich einem reimschema folgt, dennoch sehr viele binnenreime und teilweise auch endreime enthält, so dass parallel zur ebene der wortbedeutungen/sinnzusammenhänge eine ebene von - hm ... - ich nenns mal lautsinn entsteht, oder von rhythmik und klang der worte.
habe bemerkt, dass die mp3 dazu bereits eingestellt ist, kann sie aber momentan wg. technischer insuffizienzen nicht anhören. wird sobald als möglich nachgeholt, denn ich bin neugierig.
lg, zuppa.

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